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Geschichte

In seiner ursprünglichen Form ist Hockey eines der ältesten Ballspiele, das mit Schlägern gespielt wird. Es wurde nachweislich bereits in vorchristlicher Zeit in Ägypten, Arabien, Griechenland und Persien gespielt. Hockey in der heutigen Form wurde erstmals in Großbritannien gespielt. Es ist wahrscheinlich, dass zu Beginn des 19. Jahrhundert an den englischen Privatschulen ein Stockballspiel verbreitet war, das dem heutigen Hockey ähnelte. Der erste Hockeyclub war der “Blackheath Football and Hockeyclub” in Blackheath (London). Er wurde etwa 1861 gegründet. In Deutschland fand das Spiel ab 1896 Verbreitung. Schon um 1900 stand dieser Sport auch den Damen offen, die anfangs mit knöchellangen Röcken spielten - mit Veränderungen in der Gesellschaft wurden diese kürzer.

1908 wurde Hockey bei den Herren erstmals in das Programm der Olympischen Spiele aufgenommen, bei den Damen erst 1980. Leider konnten damals durch den Olympia-Boykott des Westens (wegen des russischen Einmarsches in Afghanistan) unsere damaligen Nationalspielerinnen der Eintracht, trotz sehr guter Medaillenaussichten, nicht teilnehmen. Bei den Männern gibt es seit 1936, bei den Frauen seit 1939 deutsche Meisterschaften. Lange Jahre wurde der Sport von Indien und Pakistan dominiert, die von 1928 bis 1968 jedes olympische Turnier gewannen. Deren Vormachtstellung auf internationaler Ebene wurde seit den 1980er Jahren durch die zunehmende Bedeutung von Athletik und Taktik angegriffen. Die europäischen Länder und Australien gelten momentan im Herrenhockey als führend.

Weltmeisterschaften finden bei den Herren seit 1971, bei den Damen seit 1974 alle vier Jahre statt. Um die Europameisterschaft wird bei den Herren seit 1970 und bei den Damen seit 1984 gespielt. Der oberste deutsche Verband ist der Deutsche Hockey-Bund (DHB; gegründet 1909, Sitz in Hürth bei Köln). Deutschland war im Jahr 2004 mit den Nationalmannschaften der Damen und Herren bei den Olympischen Spielen in Athen vertreten. Das Damenteam hat dort für Deutschland die Goldmedaille gewonnen, mit dabei waren vier Braunschweigerinnen: Nadine Ernsting-Krienke, Anke Kühn, Tina Bachmann und Julia Zwehl. 2008 gewannen die Herren in Peking. Hockey ist die erfolgreichste deutsche olympische Teamsportart.

Bei Eintracht Braunschweig wird seit 1924 Hockey gespielt. Eintracht Braunschweig hat in diesen über 80 Jahren zahlreiche Spieler für die Deutsche Hockey-Nationalmannschaft gestellt.

In den 1970er Jahren war das Damen-Hockeyteam führend in Deutschland - sie erreichten sechs Feldmeistertitel (1965, 1969, 1974, 1975, 1976, 1978) und drei Hallentitel (1973, 1974, 1975). Auch wenn diese Erfolge schon weit zurück liegen, wurde in den folgenden dreißig Jahren stets Spitzensport seitens der Damen in Braunschweig geboten. Sie hielten Jahr auf Jahr die Klasse, mit wenigen, kurzen Unterbrechungen. Die Damen halten die niedersächsische Flagge gegen die finanzstärkeren Clubs aus dem Westen, Hamburg und Berlin hoch. 2007 erreichten sie nach verpatzter Hinrunde noch die Endrunde um die deutsche Meisterschaft und verloren unglücklich im Halbfinale gegen den späteren Meister Rot-Weiss Köln. 2009 stiegen die Damen in Halle und Feld in 2. Bundesliga ab. In der Halle gelang der direkte Wiederaufstieg, im Feld war es dann nach 4 Jahren endlich so weit: In der Saison 2013/14 spielen unsere Damen wieder erstklassig! 

Auch wenn die Damen die größeren Erfolge feierten, haben auch die Herren viele Jahre ganz oben mitgespielt. Lange Jahre waren Sie in der Hallen-Bundesliga und brachten ebenfalls einige Nationalspieler hervor. 

Liste aller deutschen Meister auf Wikipedia

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