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Freitag 07.12.2018

Alles zur Jahreshauptversammlung 2018

Rund fünfstündige Veranstaltung

Am gestrigen Donnerstag, dem 6. Dezember 2018 fand im Business-Bereich des EINTRACHT-STADIONs die Jahreshauptversammlung des BTSV Eintracht von 1895 e.V. statt.

Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Sebastian Ebel und der Feststellung der Beschlussfähigkeit der Versammlung wurde zunächst den verstorbenen Mitgliedern gedacht. Im Anschluss daran folgte die Genehmigung des Protokolls der ordentlichen Mitgliederversammlung vom 5. Dezember 2017, danach standen die Ehrungen auf dem Programm:

Goldene Ehrennadel für 50 Jahre Mitgliedschaft

Jürgen Grobe
Andreas Jost
Elisabet Koch
Erhard Koch
Thomas Loschke
Hans Ochmann

Silberne Ehrennadel für 25 Jahre Mitgliedschaft

Yvonne Gondolf
Oliver Grewe
Wilhelm Meyer-Degering
Klaus Peineke
Michael Peuke
Hans-Joachim Rogge
Lothar Schröter
Olaf Stelter
Peter Voß
Thorsten Wenzel
Jasper Wildhage

Berichte des Präsidiums und Aufsichtsrates

Nach der Feststellung der stimmberechtigten Mitglieder (335) standen die Berichte des BTSV Eintracht von 1895 e.V. auf der Tagesordnung sowie im Anschluss die Entgegennahme des Jahresabschlusses 2017/2018 und der Bericht der Rechnungsprüfer. Danach folgte der Bericht des Aufsichtsrates der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA sowie der Eintracht Braunschweig Management GmbH. Die Jahresergebnisse gibt es hier im Überblick.

Sebastian Ebel kündigt Rückzug an

Sebastian Ebel blickte in seiner Rede auf den sportlichen Absturz der vergangenen Monate zurück. Man habe Fehleinschätzungen getroffen – die aktuelle Situation sei „mehr als beängstigend, hoffnungslos ist sie nicht.“ Mit André Schubert habe man nun „einen ganz erfahrenen Trainer“ – die Neubesetzung der Position des Sportlichen Leiters soll zudem „in den nächsten Tagen“ vollzogen werden.

Auch an die Mannschaft richtete Ebel Worte: „Ihr Spieler könnt als Mannschaft gewinnen. Ihr müsst dazu das maximal mögliche auf dem Platz als Team und als Einzelner zeigen - nicht mehr und nicht weniger erwarten wir von Euch.“

Weiterhin war es dem 55-Jährigen ein Anliegen, sich zu Geschäftsführer Soeren Oliver Voigt zu äußern, der die Eintracht Ende Januar verlassen wird: „Viel Kritik hat es in der jüngeren Vergangenheit an Ollie Voigt geben. Ich finde sie in weiten Teilen als nicht gerechtfertigt. Ollie Voigt hat wie kein anderer die Professionalisierung unserer Strukturen einschließlich der Infrastruktur zu verantworten. Die sportliche Situation hatten immer die sportlich Verantwortlichen, der Sportlicher Leiter beziehungsweise das Trainer-Team zu verantworten. Hier gab es immer eine direkte Kommunikationslinie in den Aufsichtsrat. Wir werden seine Nachfolge in den nächsten Tagen kommunizieren.“

Abschließend kündigte Ebel an, sein Amt als Präsident des BTSV Eintracht von 1895 e.V. innerhalb der nächsten zwölf Monate niederzulegen: „Ich leiste das Ehrenamt als Präsident nun seit über elf Jahren. Ohne finanzielle oder andere Zuwendungen, um das nochmal klarzustellen. Ich denke, es ist Zeit, dieses Amt in andere Hände abzugeben, um dem Wunsch nach grundsätzlicher Erneuerung Rechnung zu tragen. Ich werde daher die Verantwortlichen im Verein bitten, umgehend mit der Suche nach einem qualifizierten Nachfolger zu beginnen. Wenn dieser gefunden ist, werde ich mein Amt kurzfristig niederlegen. Damit ist ein geordneter Prozess ohne Vakuum sichergestellt.“

Oberbürgermeister Ulrich Markurth begründet Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat

Nach dem Bericht des Aufsichtsrates hatten die anwesenden Mitglieder die Möglichkeit, sich im Rahmen von fünfminütigen Redebeiträgen zu äußern. Trotz der teilweise deutlichen Kritik blieb die Diskussion stets auf sachlicher Ebene und verlief die gesamte Veranstaltung über fair und geordnet.

Im Rahmen der Aussprache machte auch Ulrich Markurth, Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig und bis gestern Abend Aufsichtsratsmitglied der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA von seinem Rederecht Gebrauch und äußerte sich zu seinem Rückzug aus dem Gremium: „Es ist mir ganz wichtig, zu betonen, dass es kein Abgesang der Stadt auf diesen Verein ist. Ich habe einen Rollenkonflikt: Es kommen wirtschaftlich schwere Zeiten auf den Verein zu, er wird die Stadt brauchen. Wir brauchen diese ganze Stadt hinter der Eintracht, um wieder Kraft für die Zukunft zu gewinnen.“

Präsidium und Aufsichtsrat entlastet

Auf zwei Anträge hin, die die anwesenden Mitglieder annahmen, wurde die Abstimmung zur Entlastung des Präsidiums des BTSV Eintracht von 1895 e.V. erst nach dem Bericht des Aufsichtsrates der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA und zudem alle Wahlen im Geheimen sowie einzeln durchgeführt.

Im Rahmen der Abstimmungen wurden sowohl das gesamte Präsidium als auch der der gesamte Aufsichtsrat von den anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern entlastet.

Aufsichtsrat: Vorschlag des Wahlausschusses angenommen

Der nächste Tagesordnungspunkt sah die Neuwahlen des Aufsichtsrates der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA vor. Nachdem sich die acht vom Wahlausschuss vorgeschlagenen Kandidaten vorstellten, erfolgte auch diese Wahl im Geheimen. Alle acht Kandidaten konnten die Stimmenmehrheit der anwesenden Mitglieder für sich vereinigen. Der Aufsichtsrat, gewählt für die nächsten fünf Jahre, setzt sich wie folgt zusammen:

  • Sebastian Ebel (als Präsident automatisch Teil des Aufsichtsrates)
  • Frank Fiedler
  • Uwe Fritsch
  • Dr. Philipp Lehmann
  • Julien Mounier
  • Rainer Ottinger
  • Thomas Ritterbusch
  • Tobias Rau
  • Katja Wittfoth

Sonstige Anträge

Im vorletzten Tagesordnungspunkt „Sonstige Anträge“ stimmten die anwesenden Mitglieder ein letztes Mal im Geheimen ab: Zum einen wurde der Antrag auf die Einrichtung einer Kommission gestellt, die die Arbeit im Verein sowie der Kapitalgesellschaft in verschiedenen Bereichen prüfen, ordnen und zukünftig mitgestalten soll. Der zweite Antrag zielte auf eine Satzungsänderung der Eintracht Braunschweig GmbH & Co. KGaA ab, wonach es in Zukunft neben dem Geschäftsführer Finanzen einen gleichberechtigten Geschäftsführer Sport geben muss. Beide Anträge wurden von den anwesenden stimmberechtigten Mitgliedern abgelehnt.

Im letzten Punkt „Verschiedenes“ hatten die anwesenden Mitglieder noch einmal die Möglichkeit, von ihrem Rederecht Gebrauch zu machen. Auch an dieser Stelle wurde auf sachlicher Ebene Kritik an der Vereinsführung geäußert.

Um etwa 0.30 Uhr endete die Veranstaltung im Business-Bereich des EINTRACHT-STADIONs.

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