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Montag 22.01.2018

Ariel Hearn strauchelt - und die Eintracht verliert den Faden

Nach ausgezeichnetem Beginn unterliegen die Basketbalerinnen dem Tabellenführer, den Panthers aus Osnabrück, mit 56:68.

Von Christoph Matthies

Der Halbdistanzwurf, so sagen manche Trainer, sei der schlechteste Wurf im Basketball, bringe er doch nur zwei Punkte, ohne so hochprozentig wie ein Korbleger zu fallen. Egal wie man über diese Philosophie denkt: Den Zweitliga- Basketballerinnen der Eintracht brach nicht zuletzt der Wurf aus mittlerer Entfernung bei der 56:68- Heimniederlage das Genick.

Schon nach zwei Minuten mussten die Löwinnen den Ausfall von Ilona Brox verkraften, die mit aufgeplatzter Lippe ins Krankenhaus musste.

Abgesehen davon hätten sich die Gastgeberinnen kaum einen besseren Start wünschen können.

„Ich glaube, dass uns der Gegner ein bisschen unterschätzt hat. Die dachten,das wird ein Selbstläufer", kommentierte Eintracht- Trainerin Juliane Höhne den schludrigen Beginn des Tabellenführers, der ihrem Team einige leichte Punkte gestattete.

Nach acht Minuten, als Ariel Hearn einen Dreier aus der Ecke getroffen hatte, stand es 22:9 für das Heimteam. Doch die Panthers wachten nun auf, zeigten ihre Klasse. Pünktlich zur Halbzeitsirene führten sie, zum erstenmal überhaupt in der Partie, mit 32:31.

Es war nicht das Spiel der Ariel Hearn. Die US- Aufbauspielerin, sonst oft Eintrachts Beste, traf nur vier von 16 Versuchen.

„Dann müssen andere ihren Job machen, das ist ein Teamsport", betonte Höhne und hob Flügelspielerin Maj vom Hofe, die 17 Punkte sammelte.

Doch insgesamt waren gute Wurfgelegenheiten der Blau- Gelben in Halbzeit zwei Mangelware. Zu oft versuchten sie es aus der Halbdistanz, aus dem Dribbling oder ohne Rhytmus.

Gerade mal zwei von 17 „Midranger" fanden ihr Ziel. „Wir haben zu frühe Würfe genommen. Teilweise nach dem ersten Pass geworfen, anstatt den Ball weiterzupassen", wiederholte vom Hofe die Kritik, die Trainerin Höhne schon in einer Auszeit geübt hatte.

So blieb auch das erste Double- Double von Center- Neuzugang Lyndi Laborn im Eintracht-Dress brotlose Kunst. Gemeinsam mit Morgana Sohn machte die Amerikanerin die Zone phasenweise sehr gut zu, offensiv hatten beide aber noch viel Luft nach oben.

Die Eintracht bleibt durch die Niederlage weiterhin nur einen Sieg vor Abstiegsrang 11. „In der Tabelle ist es sehr eng, jeder kann jeden schlagen", erklärte Höhne und zeigte sich optimistisch, schon bald besser dazustehen.

 

Eintracht:

vom Hofe 17(7/9 aus dem Feld), Hearn 15(10 Rebounds), Laborn 13 (10 Rebounds),  Sohn 6(4Blocks), Haertle 4, Nikolova 1, Meinhart, Clifford, Brox.

 

 

Spieltag und Tabelle auf Planet Photo DBBL



Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

 

 

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