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Donnerstag 01.01.1970

Basketball-Damenbundesligisten gehen ab Saison 2018/2019 gemeinsam auf Korbjagd

Wolfpack Wolfenbüttel und Eintracht Braunschweig bündeln ihre Kräfte ...

... und werden ab der kommenden Basketballsaison gemeinsam mit einer Mannschaft in der Damenbundesliga an den Start gehen. Mit diesem Zusammenschluss werden sowohl im Bereich der Bundesliga als auch bei der Arbeit im Nachwuchs Synergieeffekte erreicht und Kompetenzen zusammengefasst.

Das neue Konstrukt unter dem Dach der Girls Baskets Regio 38 Akademie stellt sich dabei nicht nur mit einer Damenbundesligamannschaft auf, sondern verfolgt konsequent die Weiterentwicklung und Förderung weiblicher Talente. Mit vielen jungen und einheimischen Spielerinnen soll kurz-, bzw. mittelfristig in der 1. Liga gespielt werden. Die Spielerinnen der Region erhalten dabei ihre Ausbildung in der Akademie, für welche ein hauptamtlicher Nachwuchstrainer verpflichtet wird. Für die Entwicklung wird es hinter der ersten Damenmannschaft ein Farmteam und eine starke Nachwuchsbasketballbundesliga (WNBL) geben. „Letztendlich war ein Zusammenschluss und die Neustrukturierung unter dem Dach der Akademie die einzig logische Konsequenz, um in Zukunft Damenbasketball in der Region nicht nur zu fördern, sondern attraktiver zu gestalten und Deutschlandweit zu den Top-Standorten zu gehören“, so Sven Rosenbaum, Vereinsmanager von Eintracht Braunschweig.

Die „Girls Baskets Akademie“ soll somit ab der nächsten Saison als Kooperation aus Vereinen der Region 38 im Sinne eines Treppenstufenkonzeptes den Talenten der Region möglichst viele kooperativ zusammenarbeitende Basketballteams anbieten. Das zusammengeführte Bundesliga-Team wird bei Eintracht Braunschweig aufgehängt und als Leistungsteam der Region in der "Lindenhalle" Wolfenbüttel und der "Alten Waage" Braunschweig auf Korbjagd gehen

„Wir als engagierte Helfer, Betreuer, Ehrenamtliche und Fans müssen im Mädchen- und Damenbasketball im Sinne unserer Region 38 denken. Wenn wir wieder gemeinsam Erfolge auf höchster sportlicher Ebene feiern wollen, dann ist es jetzt an der Zeit, die Befindlichkeiten zwischen Braunschweig und Wolfenbüttel über den Korb zu werfen und gemeinsam Punkte zu erzielen“, so Bernd Rosemeyer, Geschäftsführer Wolfpack Wolfenbüttel.

Hintergrundinformationen:

Die derzeitige Situation mit zwei Zweitligisten in der Region 38 macht auf Dauer keinen Sinn und würde sich in Zukunft unter mehreren Gesichtspunkten immer schwieriger gestalten. Der im Vordergrund stehende Aspekt ist dabei die sportliche Zukunft. Die bereits seit über zwei Jahren bestehende Bundesliga-Kooperation zwischen der Eintracht und dem Wolfpack konnte sich nicht richtig entfalten, da in der gleichen Spielklasse keine Spielerin für zwei Teams spielen darf. Die alljährlichen Derbys versprechen zwar eine volle Halle und wirken förderlich auf die Region, faktisch hat sich aber herausgestellt, dass die Teamzusammenstellung und die Trainingssituation mit zwei Teams für die Leistungsentwicklung insgesamt eher hemmend sind. Anstelle von Kooperation drängen sich wegen derselben Spielklasse ungewollte Wettbewerbssituationen auf, die es gilt, ab der kommenden Saison in einem leistungsorientierten Team mit den entsprechenden Unterbauten gemäß eines „Treppenstufenkonzeptes“ zusammenzufassen.

Mit Bernd Rosemeyer und Michael Simon (beide Wolfpack Wolfenbüttel) sowie Sven Rosenbaum und Michael Haertle (beide Eintracht Braunschweig) werden dabei auch im Management die Kompetenzen gebündelt. Weitere Leistungsmannschaften (Regionalligisten oder auch Zweitligist) im Treppenstufenkonzept der Akademie können der MTV/BG Wolfenbüttel und Eintracht Braunschweig bieten. Komplettiert wird das Akademiekonzept durch die Jugend-Leistungsteams der drei Vereine MTV/BG Wolfenbüttel, USC Braunschweig und Eintracht Braunschweig, die in Kooperation mit dem Förderverein auch das WNBL Team melden.

Ein zweiter, wesentlicher Gesichtspunkt ist der finanzielle Aspekt. Beide Bundeligisten haben zwar aktuell ein gutes Zweitliga-Budget, allerdings erfordert nicht nur der Aufstieg in die erste Liga eine nennenswerte Erhöhung dessen, sondern vor allem der Verbleib in dieser. Die Erfahrungen haben in Wolfenbüttel gezeigt, dass es nicht möglich ist, allein im Sponsorenumfeld der Stadt dieses notwendige Budget zu generieren. Eine Zusammenführung der derzeitigen Sponsoren-Leistungen und ein Ausbau, bzw. eine Erhöhung im Erstliga-Fall ist jedoch sehr realistisch und soll durch den Namen „Eintracht Braunschweig“ sogar erweitert werden. Die Verantwortlichen möchten an dieser Stelle auch Synergieeffekte aus dem Fußball mit weiteren Vermarktungschancen und der wirtschaftlichen Stabilität nutzen.

Zu guter Letzt sind die Fans, Helfer, Ehrenamtlichen und Spielerinnen der Region ein weiterer sehr wichtiger Aspekt. Vor allem die langjährig gewachsene und eingeschworene Fangemeinde in Wolfenbüttel, aber auch die Basis in Braunschweig sind sowohl ein wesentlicher Bestandteil des Bundesligateams als auch aller anderen Mannschaften der Akademie. Und genau aus diesem Grund werden die Spiele der Bundesliga, aber auch des WNBL-Teams sowohl in Wolfenbüttel als auch in Braunschweig stattfinden.

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