NEWS // Basketball

Zurück

Montag 29.02.2016

Basketball: Eintracht enttäuscht im Derby

Die Zweitliga-Basketballerinnen verlieren gegen Wolfenbüttel chancenlos mit 45:70.

Von Henning Brand

So deutlich ging bislang noch kein Nachbarschaftsduell zwischen Eintrachts und Wolfenbüttels Basketballerinnen in der 2. Bundesliga aus. Die Blau-Gelben unterlagen vor gut gefüllten Rängen in der Halle Alte Waage mit 45:70 (26:38) und spielten ab dem zweiten Abschnitt völlig konfus. Spätestens beim 37:57 (33. Minute) war die Partie entschieden.

„Die Luft ist raus, weil wir mit dem Ligaerhalt unser Saisonziel längst erreicht haben. Für Wolfenbüttel geht es noch um viel. Erst recht, wenn die Play-offs beginnen“, erklärte Trainer Pierre Hohn die Schlappe.

Vor allem in Hälfte zwei sei dieser Umstand zu sehen gewesen. Denn ein 20:32 (17.) konnte Eintracht noch einmal kurzzeitig kontern. Die vielen Personalwechsel während der laufenden Saison seien erschwerend hinzugekommen, dass sich die junge Mannschaft weiter finden könne, erklärte der Coach. Ein Umbruch war erst nach der Saison geplant.

Während die Gäste um die starke US-Spielmacherin Lakevia Boykin (20 Punkte) also spielfreudig den Ball durch die Reihen laufen ließen,

oft Dreierspezialistin Carolin Christen (4/8 Dreier, 16 Punkte) fanden, und motiviert zu Werke gingen, fehlte bei Eintracht jeglicher Esprit im Abschluss. Selbst Korbleger wurden kläglich danebengelegt.

Vor allem die Profispielerinnen Dayeesha Hollins und Viktoria Sholokhova boten eine unterirdische Leistung im Angriff. Das amerikanisch-russische Duo gönnte sich 38 der 68 Würfe Eintrachts, traf aber lediglich 9 davon. Teamspiel sieht anders aus.

Hätten die Blau-Gelben nicht halbwegs ordentlich verteidigt – das Rebound-Duell ging trotzdem klar mit 56:39 an den Gegner – wäre die Auseinandersetzung ein völliges Debakel geworden. Höchster Rückstand war das 43:70 kurz vor dem Ende. Eintracht führte nur einmal – 15:13.

Es gab aber auch Lichtblicke. Zum Beispiel zeigte die junge Flügelspielerin Lara Müller, was sie drauf hat. Sie verwandelte 5 ihrer 7 Würfe aus der Mitteldistanz.

Auch die 16-jährige Nachwuchs-Spielmacherin Aneliya Draganova machte mit 4 Punkten, 4 Rebounds und 2 Anspielen einen ordentlichen Job.

 

Im Gegensatz zu früheren Derbys herrschte eine überaus faire Atmosphäre – dominiert von den Schlachtenbummlern aus Wolfenbüttel. Denn seit dem Sommer kooperieren die Zweitligisten in vielen Bereichen. Für die Blau-Gelben gilt, noch einmal tief Luft zu holen und sich in zwei Wochen gegen die Bergischen Löwen mit einer besseren Vorstellung in die Sommerpause zu verabschieden.

 

 

Eintracht:

Sholokhova 14 (14 Rebounds), Müller 10 (45% Würfe), Hollins 9 (7 Rebounds), Draganova 4, Brox 4, Pöschel 2, Hoffarth 2 (5 Rebounds), Haertle, Sprenger.

 

Spieltag und Tabelle auf Planet Cards DBBL

 

Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

 

 

nach oben