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Montag 27.11.2017

Die Eintracht überzeugt vor allem als Kollektiv

Die Zweitliga-Basketballerinnen feiern gegen Grünberg mit 62:47 den dritten Saisonsieg.

Von Henning Brand

Eintrachts Basketballerinnen jubelten und sangen das Eintracht-Lied nach dem Schlusspfiff diesmal besonders laut. Denn durch das 62:47 (37:24) gegen die Baskets Grünberg haben sie einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt gemacht. Es war der dritte Saisonsieg der Blau-Gelben, die als bisheriger Vorletzter dadurch die Gäste in der Tabelle überholten.

„Alle haben ihren Beitrag geleistet“, sparte Trainerin Juliane Höhne nicht mit Lob. Sie sei sehr zufrieden, wie ihr Team aufgetreten ist, vor allem in Hälfte zwei, als die Baskets zusehends aggressiver, aber nicht unfair zu Werke gingen, sich die Begegnung zu einem Kampfspiel entwickelte.

Trotz des deutlichen Endresultats fiel die Entscheidung erst im vierten Viertel. Eintracht war Ende des dritten Abschnitts schon auf 19 Zähler Vorsprung enteilt, doch wegen riskanter Pässe, die zu Ballverlusten führten, kam Grünberg auf acht Punkte heran (53:45) und machte Druck. Mit fünf Punkten in Serie, darunter ein Treffer unter arger Bedrängnis, sorgte US-Spielmacherin Ariel Hearn für die Vorentscheidung.

Nach einem Schnellangriff, abgeschlossen durch Ilona Brox zum 60:45 war die Gegenwehr der Grünbergerinnen gebrochen.

Anfangs drohte Eintracht eine Zitterpartie. Nach fünf Minuten hieß es 10:11. Die ersten zehn Spielminuten wurden letztlich mit 22:14 gewonnen und die Führung nicht mehr abgegeben. Auch nach der Pause, als Grünberg auf 30:39 verkürzte, antworteten die Gastgeberinnen mit einem 12:2-Lauf.

Die Blau-Gelben überzeugten als Einheit. Zum Beispiel hatte Flügel Melody Haertle im dritten Viertel eine ganz starke Phase mit drei Korblegern aus vollem Tempo.

Und US-Centerin Brianna Wright spielte über die gesamte Spielzeit gegen die längeren Gegenspielerinnen – die Kohl-Schwestern Paula und Charlotte (192 und 194cm) – im Positionsspiel so geschickt, dass sie mit dem Rücken zum Korb nach Finten immer zu Punkten kam, wenn es wichtig wurde.

Eine Schrecksekunde gab es bei Haertle. Sie knallte nach einem Korbversuch auf den Boden und konnte am Knie verletzt nicht weitermachen. Eine Diagnose steht noch aus.

„Für mich war das Spiel kein Kellerduell“, sagte Höhne selbstbewusst. Es folgen vor Weihnachten noch Spiele beim Osnabrücker TB und gegen Hurricanes Rotenburg. Sie erhofft sich zwei Siege.



Eintracht:

Hearn 22 (3/8 Dreier, 4 Anspiele), Wright 12 (9 Rebounds, 5 Ballgewinne), Brox 8, vom Hofe 7, Haertle 6, Sohn 4 (7 Rebounds), Clifford 2, Nikolova 1

 

Spieltag und Tabelle auf Planet Photo DBBL

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

 

 

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