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Montag 30.10.2017

Dreierquote entscheidet das Basketball-Derby

Eintracht Braunschweigs Zweitliga-Spielerinnen unterliegen Wolfpack Wolfenbüttel vor 500 Zuschauern mit 57:67.

Von Henning Brand

Eintracht Zweitliga-Basketballerinnen hatten nach drei starken Auftritten in der Punktrunde – darunter fast ein Sieg beim Titelfavoriten Panthers Osnabrück – sowie einem unglücklichen Pokalaus so sehr auf einen Derbyerfolg gehofft. Doch wegen eines Aussetzers im zweiten Viertel wurde daraus nichts. Vor toller Kulisse von rund 500 Zuschauern unterlagen die Blau-Gelben dem Nachbarn Wolfpack Wolfenbüttel mit 57:67 (25:40).

In jenem zweiten Abschnitt lief nicht viel zusammen. Mit 7:25 ging er verloren und ermöglichte dem favorisierten Rivalen – Vizemeister der abgelaufenen Serie – die recht komfortable Führung zum Seitenwechsel. Nach zehn Minuten hatten die Lessingstädterinnen noch mit 15:18 hinten gelegen. Bis zur 24:20-Führung ließen sie in fünf Minuten nur einen Freiwurf der Gastgeberinnen zu.

Offensiv kam die Eintracht über die gesamte Spieldauer nicht an ihre volle Leistungsstärke heran, abgesehen von Flügel Ilona Brox, die die Anfangsphase bestimmte und sich keinen Fehlwurf leistete.

Vor allem aus der Distanz gelang dem Team von Trainerin Juliane Höhne wenig. „Es hat die Mannschaft gewonnen, die ihre Dreier besser getroffen hat“, resümierte sie daher. Wolfenbüttel verwandelte 9 bei 25 Versuchen. Eintracht schoss mit 2 von 16 Dreiern hingegen bildlich gesprochen die Lichter aus. Bei der gesamten Wurfquote lag Eintracht mit 36:37 Prozent allerdings fast gleichauf.

Eintracht kämpfte, Wolfenbüttel ließ in Hälfte zwei aber nichts mehr anbrennen. Bis auf 48:29 (25. Minute) zog das Wolfsrudel davon. Ein Dreier der starken Theresa Simon (17 Punkte, 3/8 Dreier) zum 63:45 machte sechs Minuten vor dem Ende endgültig alles klar, obwohl Eintracht beim 57:66 noch einmal unter die Zehn-Punkte-Marke verkürzen konnte. Die Zeit für eine Wende reichte den Blau-Gelben aber nicht.

Der Schlüssel zum Sieg lag für das Wolfpack in der Verteidigung von Ariel Hearn. Eintrachts US-Spielmacherin hatte einen verhältnismäßig schwachen Tag im Abschluss. Sie wurde zwar mit 17 punkten Topwerferin ihres Teams.

Bis dato hatte sie jedoch 35 Zähler im Schnitt verbucht. Nur einer ihrer sieben Dreier fand den Weg in den Korb.

Trotz der Niederlage können sich die Gastgeberinnen auch ein bisschen freuen – und zwar über volle Ränge in der Alten Waage wie lange nicht mehr. Zahlreiche Fans kamen aus Wolfenbüttel. Eintracht erhielt Unterstützung vom Fanclub der Bundesliga-Löwen.

Die Stimmung war gut. Samstag geht es weiter. Dann kann sich Eintracht in Lichterfelde für das Pokalaus revanchieren.

 

 

Eintracht mit ADTV HipHop und Kindertanzschule am Park aus Wolfenbüttel:

Hearn 17 (7 Rebounds, 4 Ballgewinne), Wright 12 (50% Würfe, 6 Rebounds), Brox 8, vom Hofe 8, Meinhart 6, Haertle 3, Sohn 3 (7 Rebounds), Nikolova, Clifford.

 

Spieltag und Tabelle auf Planet Photo DBBL

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

 

 

 

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