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Montag 12.10.2015

Eintracht ärgert den Favoriten Göttingen

Die Zweitliga-Basketballerinnen verlieren erst nach Verlängerung mit 71:75.

 

Von Henning Brandt

Dem deutlichen 90:65-Auftaktsieg in Königs Wusterhausen ließen Eintrachts Zweitliga-Basketballerinnen auch im ersten Heimspiel der Saison eine starke Leistung folgen.

Sie wurden vor 300 Zuschauern in der Halle Alte Waage jedoch nicht mit einem Erfolg dafür belohnt. Nach Verlängerung - wie die Bundesligamänner der Löwen gegen Ludwigsburg - mussten sich die Blau-Gelben mit 71:75 (62:62, 39:33) den Veilchen Ladies aus Göttingen beugen.

"Es ist ärgerlich. Denn wir hatten die besten Möglichkeiten, die Partie für uns zu entscheiden", gab Trainer Pierre Hohn zu Protokoll. Zum Beispiel lag seine Mannschaft eine Minute vor dem Ende der regulären Spielzeit mit 62:58 vorne. Doch zwei Ballverluste brachten den Gegner aus Südniedersachsen zurück ins Spiel, sprich in die Verlängerung.

Dort führte Eintracht 71:70 und hatte Möglichkeiten, den Sack zuzumachen. Doch wieder unterliefen Fehler. "Meiner jungen Mannschaft fehlt in so einer engen Phase noch die Erfahrung", sagte Hohn. Göttingen spielte hingegen abgebrüht, wie man es von einem Spitzenteam erwartet, verwandelte einen Dreier und Freiwürfe zum Endstand.

Eintracht startete fulminant mit einem Dreier durch US-Spielmacherin Dayeesha Hollins in die Begegnung und lag nach fünf Minuten bereits mit 17:5 in Führung.

Hollins überzeugte wie bei ihrem 50-Punkte-Spiel in Königs Wusterhausen erneut als beste Offensivwaffe Eintrachts. Wie von Hohn in der Vorbereitung auf die Spielzeit angekündigt, dürfte sie tatsächlich zu den besten Aufbauspielerinnen der Liga zählen. In der Verlängerung kamen vier Körbe von Hollins. Doch das konnte die Niederlage auch nicht verhindern.

Stark agierten laut Hohn seine Flügelspielerin Lena Hoffarth und die erst 15-jährige Helena Eckerle, die bereits 1,80-Meter misst und auch im Kampf um die Abpraller überzeugte.

Die zweite US-Spielerin, Zakiyyah Shahid-Martin, ließ in der Defensive ebenfalls nicht viel anbrennen. Sie hielt Göttingens Lange ganz gut in Schach.

Shahid-Martin kann und muss sich offensiv aber noch steigern. Denn abgesehen von Hollins spielt die stark verjüngte Formation von Hohn noch zu inkonstant im Abschluss. "In der Summe haben wir eine starke Leistung geboten. Schließlich ist Göttingen ein Team, dass um die vorderen Ränge spielen wird", gewinnt Hohn der unglücklichen Niederlage das Positive ab.

 

Eintracht:

Hollins 28 (2 Dreier), Hoffarth 15, Shahid-Martin 9, Eckerle 8, Slazyk 7, Pöschel 4, Müller, Weber, Brokmann, Sprenger, 

 

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Quelle: Braunschweiger Zeitung  / Fotos: Birk Meinhart

 

 

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