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Montag 19.02.2018

Eintracht gelingt Überraschung

Die Zweitliga- Basketballerinnen besiegen Play-off- Kandidaten.

Von Henning Brand


Lange haben sie drauf gehofft, oft waren sie nah dran, nun ist den Zweitliga-Basketballerinnen in dieser Spielzeit endlich der ersehnte Erfolg gegen ein Spitzenteam gelungen. Mit 77:68 (32:33) schickte Eintracht in der gut besuchten Halle Alte Waage den TuS Lichterfelde auf die Heimreise in die Hauptstadt und machte einen großen Schritt in Richtung Klassenerhalt.

"Wir haben immer an uns geglaubt. Diesmal haben alle Spielerinnen ihre Leistung gebracht", sagte Trainerin Juliane Höhne, die in den vorigen Wochen viele Ausfälle verkraften musste.

In dieser Partie musste wegen Krankheit Maj vom Hofe passen.

Die Entscheidung fiel, als die Berlinerinnen in der 35. Minute per Dreier auf 52:57 verkürzten und zu einem Schlussspurt ansetzen wollten. Doch US-Spielmacherin Ariel Hearn antwortete per Dreier aus neun Metern zum 60:52.Über den Zwischenstand von 70:62 (39.) brachten die Blau-Gelben den fünften Saisonsieg nach Hause.

Den Grundstein zum Erfolg legten die Gastgeberinnen Anfang der zweiten Hälfte. Ilona Brox, die immer wieder konsequent zum Korb zog, abschloss oder für andere Lücken in der Berliner Verteidigung riss, erzielte sieben Zähler in Folge zum 41:35.

Zum 52:44 legte sie zwei Freiwürfe nach. Mit diesem Vorsprung ging es in den vierten Abschnitt.

Ein Schlüssel zum Sieg war die Verteidigung gegen Lichterfeldes Topwerferin Nyara Sabally, die zur Halbzeit bereits 17 Punkte auf ihrem Konto hatte. Sie bekam eine Sonderbewachung durch Morgana Sohn und erzielte in Hälfte zwei nur noch sieben Punkte. Auch US-Centerin Lyndi Laborn machte die Wege dicht, wenn Sabally attackierte. Die in der Winterpause geholte Amerikanerin bot mit 20 Punkten, 11 Rebounds und zwei Blocks ihre beste Saisonleistung.

Trotz ihres dritten persönlichen Fouls in der 26. Minute hielt sie bis zum Abpfiff durch und ackerte 35 Minuten um jeden Zentimeter Raumgewinn.

Getoppt wurde sie von Hearn, die mit 24 Punkten und einer guten Mischung aus Tempospiel und Kontrolle die überragende Frau auf dem Feld war. 13 Rebounds krallte sich der pfeilschnelle Wirbelwind und klaute sechsmal das Spielgerät.

Ebenfalls spielentscheidend: Eintracht holte 32 Freiwürfe heraus, traf davon 27. Der TuS kam auf 11 von 14.

"Wir schauen nicht nach unten, sondern nach oben. Wir haben alles in eigener Hand", hofft Höhne, dass ihr Aufgebot noch ein oder zwei Tabellenränge klettert. Zurecht: In dieser Verfassung sollte Eintracht nicht Schlusslicht und damit Absteiger werden.

 

 

Eintracht:

Hearn 24 (58% Würfe, 3/4 Dreier, 7/7 Freiwürfe, 3 Anspiele), Laborn 20 (10/12 Freiwürfe), Brox 15, Sohn 10, Clifford 4, Nikolova 2, Haertle 2, Meinhart.


Spieltag und Tabelle auf Planet Photo DBBL



Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

 

 

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