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Montag 27.10.2014

Eintracht gelingt Überraschung

Der Zweitligist brachte Wuppertal die erste Saisonniederlage bei

Von Henning Brand

Als der Abpfiff ertönte, war Eintracht-Trainer Andreas Hundt durchgeschwitzt wie seine Zweitliga-Basketballerinnen und fiel ihnen jubelnd in die Arme.

Mit 80:75 (36:45) hatten seine Blau-Gelben den bis dato unbesiegten Spitzenreiter TV Wuppertal niedergekämpft.

"Das hat Spaß gemacht. Es ist toll zu sehen, wie gut wir uns entwickelt haben", sprudelte es vor Freude aus ihm heraus. "Und es ist mein erster Erfolg gegen Wuppertal." Denn gegen den einstigen Vorzeigeverein - Serienmeister von 1993 bis 2002 - blieb ihm zu Wolfenbütteler Erstliga-Zeiten eine Sensation vergönnt.

Auch dieses Mal sah es lange nach einer Niederlage aus. Eintracht war im Rebound zur Pause 13:27 unterlegen und kassierte über Schnellangriffe reihenweise Korbleger des TV.

Doch mit unbändigem Kampf- und Teamgeist schlugen die Blau-Gelben zurück. Das Reboundduell gewannen sie sogar fast noch (41:43). Sade Jackson besorgte per Dreier die Führung zum 51:49 (25. Minute) und war nach einer durchwachsenen ersten Hälfte - 5 Ballverluste unterliefen ihr - nun der Kopf des Teams.

"Sie hält den ganzen Laden zusammen", lobte Hundt seine Amerikanerin.

Als es wichtig wurde, übernahmen aber nicht nur Jackson und US-Centerin Brittany Obi-Tabot, die zum 78:73 alles klarmachte, die Verantwortung.

Ein Zweier aus der Drehung von Insa Brokmann und ein Korbleger von Caroline Clifford bedeuteten zuvor eine 73:65-Führung.

"Es war klar, dass Wuppertal das hohe Tempo aus der ersten Hälfte konditionell nicht halten kann", berichtete Hundt. Sein Team lauerte nur auf den richtigen Moment und schlug dann zu, zumal der TV auch in Foulprobleme geriet. US-Spielerin Savannah Morgan musste nach ihrem vierten Foul in Hälfte zwei fast zehn Minuten zuschauen.

Die Bestnote bei den Blau-Gelben verdiente sich Veronika Slazyk.

Sie erzielte 15 Punkte, holte 9 Rebounds und wies auch laut Statistik den höchsten Effektivitätswert auf (20).

Jessica Weber hielt die Blau-Gelben zur Pause im Spiel.

Sie erzielte bis dato 14 ihrer 16 Zähler. Suska Berger konnte nach einer Fußverletzung nur die ersten vier Minuten mitwirken.

 

Eintracht:


Jackson 22 (45% Würfe), Weber 16, Slazyk 15 (66%), Obi-Tabot 14, Clifford 7, Brokmann 2, Hoffarth 2, Berger 2, Therre, Haertle.

 

Spieltag und Tabelle

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

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