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Montag 06.03.2017

Eintracht hält eine Hälfte gut mit

Die Zweitliga-Basketballerinnen unterliegen im Derby 54:76 Spitzenreiter Wolfenbüttel.

 

Von Henning Brand

Die personell gebeutelten Zweitliga-Korbjägerinnen Eintrachts haben sich im Nachbarschaftsduell gegen das Wolfpack aus Wolfenbüttel achtbar aus der Affäre gezogen. Bis zum Seitenwechsel war die Partie vor gut gefüllten Rängen in der Alten Waage völlig offen.

Letztlich setzte sich der Favorit klar durch. 54:76 (32:38) lautet das Resultat aus Sicht der Blau-Gelben.

Die Entscheidung fiel mit Beginn der zweiten Hälfte. Die Lessingstädterinnen verbuchten einen 8:0-Lauf zum 46:32 und lagen fortan souverän in Front. In dieser Phase unterliefen der Mannschaft von Trainerin Juliane Höhne einige Fehler im Ballvortrag.

Insgesamt agierte Eintracht in diesem Bereich aber gut. Nur 17 Ballverluste stehen in der Statistik. In vielen Spielen hatten die Blau-Gelben deutlich mehr als 20, manchmal sogar mehr als 30 Fehler produziert. "Bis zur Pause haben wir gut mitgehalten, dann haben wir Wolfenbüttel ins Laufen kommen lassen", sagte Höhne.

Besonders auffällig agierte bei Eintracht Flügelspielerin Ilona Brox.

Sie antwortete auf den 5:0-Start der Gäste mit einer Einzelaktion aus dem Dribbling heraus zum 2:5, traf einen Dreier zum 8:8 und war mit ihrer Routine neben Centerspielerin Suska Berger maßgeblich daran beteiligt, dass Anfang des zweiten Viertels eine 20:18-Führung gelang. Diese war aber nur von kurzer Dauer, so wie das 9:8 im ersten Abschnitt. Brox ließ mit einem Dreier zum 41:52 und zum 50:61 (33. Minute) zwei weitere Male aus der Distanz aufhorchen.

Ebenfalls stark: US-Spielmacherin Felicia Barron, die mit Tempospiel überzeugte.

"Felicia hat 40 Minuten alles gegeben, Ilona hat ihre Offensivqualitäten gezeigt, und Morgana Sohn hat defensiv groß aufgetrumpft", verteilte Höhne viel Sonderlob.

Eintrachts Ex-Spielerin Alysha Womack, die 2014 nach dem Gewinn der Vize-Meisterschaft in die Bundesliga wechselte und im Saisonverlauf von Wolfenbüttel nachverpflichtet wurde, kam auf 16 Zähler. "Ich hätte nicht gedacht, dass ich noch einmal in der Alten Waage spiele.

Es war schön, viele bekannte Gesichter zu sehen", sagte die Amerikanerin. Mit dem Spitzenreiter hat sie nun die Chance, es diesmal bis zum Titelgewinn zu schaffen. Am meisten Probleme bereitete Eintracht aber nicht Womack, sondern Energiebündel Birgit Piibur. Die ballsichere Estin kam auf 19 Zähler.

Von einem Play-off-Einzug durfte die junge Eintracht-Truppe nur träumen. Sie kann das rettende Ufer nicht mehr erreichen und hofft, bei Verzicht anderer Teams als Nachrücker in der Liga zu bleiben. Gelingt das nicht, ist das große Zweitliga-Derby nach vier Spielzeiten vorerst Geschichte.

 

Eintracht:

Barron 17 (41% Würfe, 6 Ballgewinne), Brox 15 (3/6 Dreier), Hunter 9 (20%), Wolters 5 (3 Anspiele), Sohn 4 (10 Rebounds), Berger 4, Slazyk, Meinhart, Hanclich.

 

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Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

 

 

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