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Montag 23.11.2015

Eintracht hat das Nachsehen im Derby

Die Zweitliga-Basketballerinnen unterliegen in Wolfenbüttel mit 46:61

 

Von Henning Brand

So brisant und umkämpft wie einige Duelle der vorigen Spielzeiten war das Nachbarschaftsduell der Basketballerinnen von Eintracht beim Wolfpack Wolfenbüttel in der 2. Bundesliga diesmal nicht.

Die Blau-Gelben verloren vor fast vollen Rängen in der Lindenhalle 46:61 (24:31).

Erstmals trafen die Lokalrivalen als Kooperationspartner aufeinander. Denn im Training und in der Jugendarbeit machen sie seit Sommer gemeinsame Sache.

Eines der beiden Teams soll perspektivisch sogar in die Eliteklasse aufsteigen. Beide beteuerten trotz dieser Vision, gewinnen zu wollen und schenkten sich auch wie versprochen nichts - es herrschte laut Wolfenbüttels Trainerin Hanna Ballhaus dennoch irgendwie auch eine angenehm freundschaftliche Atmosphäre.

Die Entscheidung fiel im dritten Abschnitt, den Wolfenbüttel mit 17:9 gewann und somit auf 15 Punkte Vorsprung vor dem Schlussviertel einteilte. "Wir haben die tiefere Bank und konnten das Tempo hochhalten", sagte Ballhaus. Eintracht habe jedoch sehr konzentriert gespielt und die Angriffe gut vorgetragen.

Ihr Gegenüber Pierre Hohn resümierte: "Taktisch war das Spiel auf hohem Niveau. Wolfenbüttel war individuell in Hälfte zwei stärker, vor allem in Korbnähe."

Bis Anfang der zweiten Hälfte waren die Blau-Gelben jedoch auf Tuchfühlung. Sie lagen zwischenzeitlich sogar knapp in Führung.Doch die Gastgeberinnen dominierten am Brett. Mit 44:28 ging das Duell um die Abpraller klar an Wolfenbüttel. Lediglich Suska Berger konnte sich gegen die Übermacht behaupten.

Und in der Offensive sind die Blau-Gelben noch zu sehr von ihrer US-Spielmacherin Dayeesha Hollins abhängig.

Sie erzielte diese Saison bereits einmal 50 und einmal 41 Punkte. Sie wurde zum einen gut abgeschirmt und hatte aber auch nicht ihren besten Tag.

Die junge Eintracht-Formation versuchte, für sie in die Bresche zu springen. Doch Veronika Slazyk, Melody Haertle und Lara Müller trafen nicht einen ihrer insgesamt 17 Würfe. Gut spielte Helena Eckerle.

Die 15-Jährige verbuchte 8 Punkte. Auch Talent Aneliya Draganova machte mit einem beherzten Auftritt auf sich aufmerksam, ebenso Corinna Pöschel, die vorige Serie noch für den Gegner aktiv war.

 

 

 

Eintracht (mit Einlaufkindern - weibliche U10):

Hollins 12 (50% Würfe), Berger 12 Punkte (5 Rebounds), Eckerle 8 (2/4 Dreier), Pöschel 6 (4 Ballgewinne), Draganova 4, Shahid-Martin 4, Slazyk, Sprenger, Brokmann, Haertle, Hoffarth, Müller.



Spieltag und Tabelle auf Planet Cards DBBL



Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

 

 

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