NEWS // Basketball

Zurück

Montag 02.12.2013

Eintracht siegte wie zuletzt im Derby erst nach Verlängerung

Zweitliga-Basketballerinnen nach 87:83 über den TuS Lichterfelde auf Tabellenplatz 2

Von Henning Brand

„Verlängerungen scheinen uns momentan zu liegen“, jubelte Eintracht-Coach Andreas Hundt. Und er hat auch allen Grund zur Freude. Denn nach dem Derby-Erfolg nach Verlängerung in Wolfenbüttel feierte seine Truppe nun einen Erfolg gegen den TuS Lichterfelde – mit 87:83 (79:79, 43:34) wieder nach Verlängerung.

Und wie in Wolfenbüttel hätte es zur zusätzlichen Spielzeit gar nicht kommen müssen. „Lichterfelde hat mit Gewalt verkürzen wollen. Satt ruhigzubleiben, sind wir in den Schlussminuten hektisch geworden“, erklärte Hundt, dass seine Mannschaft, die lange souverän führte, kurz vor dem Abpfiff mit zwei Zählern hinten lag. Die starke Amerikanerin Alysha Womack rettete die Blau-Gelben in die Verlängerung.

Dort machte sie zusammen mit Britta Hueske-Böcher alles klar.

„Beide spielen seit Wochen auf ganz hohem Niveau“, lobte Hundt, sein Aufbau-Duo, das in der Liga zu den besten zählen dürfte. In beiden Verlängerungen sei sein Team unglaublich fokussiert gewesen, habe kaum einen Fehler gemacht.

Auch Centerspielerin Suska Berger bekam ein dickes Lob vom Coach. „Das war ihre beste Saisonleistung.“

Zusammen mit Katharina Wohlberg bildete sich ein Defensiv-Bollwerk vom Feinsten.

Zudem hätten Spielerinnen von der Bank, wie Andrea Burkhardt oder Caroline Clifford, ihre wenigen Minuten genutzt und wichtige Aktionen zum Erfolg beigetragen.

Im DBBL-Pokal hatte Eintracht den Berlinerinnen übrigens eine Klatsche erteilt. Doch inzwischen sind alle Verletzten des TuS wieder an Bord. „Das war eine andere Mannschaft als im Pokalspiel. Uns war klar, dass es so leicht nicht noch einmal werden würde. Einige Teams werden sich wundern, wie gut Lichterfelde in Bestbesetzung ist“, sagte Andreas Hundt.

Bei aller Freude über den sechsten Saisonerfolg war der Coach aber auch richtig erbost: „Wir mussten am Dienstag das Training in der Isoldehalle abbrechen, weil dort nur 15 Grad herrschten. Bei der Stadt tut sich seit Wochen nichts. Ich bin richtig geladen, da wir im Leistungssport jede Trainingseinheit brauchen.“

Eintracht: Womack 28 (48% Würfe, 5 Anspiele, 45 Minuten durchgespielt), Hueske-Böcher 22 (38%, 8 Rebounds, 5 Anspiele, 4 Ballverluste), Berger 17 (43%, 5 Rebounds), Wohlberg 10 (14 Rebounds), Burkhardt 4 (67%), Clifford 3 (1/1 Dreier), Slazyk 2, Weber 1, Ashour, Brokmann, Petzold.

 

Spieltag und Tabelle:

http://www.dbbl.de/de/meisterschaft/2-bundesliga-nord 

Quelle: Braunschweiger Zeitung 

http://www.braunschweiger-zeitung.de/sport/regionalsport/braunschweig/eintracht-siegte-wie-zuletzt-im-derby-erst-nach-verlaengerung-id1248338.html

 

Fotos: Birk Meinhart

nach oben