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Montag 13.02.2017

Eintracht spielt konfus und ist chancenlos

Die Zweitliga-Basketballerinnen unterliegen mit 39:66 Titelfavorit Panthers Osnabrück.

 

Von Henning Brand

Eintrachts arg abstiegsbedrohte Zweitliga-Basketballerinnen verteidigten zwar ordentlich, hatten wegen konfuser Offensive aber deutlich das Nachsehen gegen die Panthers Osnabrück, die für Trainerin Juliane Höhne vom Kader her das stärkste Team der Staffel sind. Beim 39:66 (20:40) trafen die Blau-Gelben gegen den Tabellendritten nur 16 ihrer 68 Feldwürfe und verloren 20-mal den Ball.

„Osnabrück hat auch nicht gut getroffen. Wir haben aber leider nur im dritten Viertel richtig gut gespielt“, sagt die Trainerin.

 

Ihrer Meinung nach war mehr drin. In der Tat bot Eintracht mit Beginn der zweiten Hälfte, die Morgana Sohn mit einem Treffer eröffnete, die beste Phase. 30:44 stand es nach 25. Minuten.

Das Team war drauf und dran, weiter zu verkürzen. Doch weitere Ballverluste, Fehlwürfe und ein paar unglückliche Entscheidungen der Unparteiischen machten jede Hoffnung auf eine enge Partie zunichte. Der Einsatz der Gastgeberinnen stimmte, wenngleich US-Centerin Alayshia Hunter und die Senegalesin Lala Wane etwas lustlos wirkten. Hunter blieb erstmals in der Saison sogar ohne Korberfolg. 

Mit 47:51-Rebounds waren die Blau-Gelben im Kampf um die Abpraller fast ebenbürtig. Mehrmals hechteten sich Spielerinnen nach dem Leder.

Osnabrücks Beste N´Dea Bryant (bis dato 13 Punkte im Schnitt) hielten die Blau-Gelben auf einem mickrigen Pünktchen.

Am erfreulichsten ist, dass ein weiteres Talent der Blau-Gelben den Sprung geschafft hat. Vorige Woche bekam Julina Meinhart ihre ersten Zweitligaminuten beim Auswärtssieg in Wuppertal und erzielte ihren ersten Korb.

Gestern durfte die 15-jährige Flügelspielerin bereits zwölf Minuten mitmischen und traf bis zur Halbzeit zwei ihrer drei Würfe. „Sie hat ihre Chance wieder genutzt“, freute sich Höhne.

 

Welche Chancen hat Eintracht, in der Liga zu bleiben? Der drittletzte Tabellenrang, der den sicheren Klassenerhalt bedeuten würde, ist jedenfalls in weite Ferne gerückt. Denn der TuS Lichterfelde siegte gegen den Osnabrücker TB, gegen den die Braunschweigerinnen beide Partien und dadurch den direkten Vergleich verloren haben. Eintracht hilft also nur eine Siegesserie: eher unwahrscheinlich. „Laut Statuten steigt nur der Tabellenletzte definitiv ab“, verdeutlicht Teammanager Thomas Stille, dass bei gewissen Konstellationen in der Bundes- oder Regionalliga auch der elfte Rang reichen könnte. Wuppertal hinter sich zu lassen, ist Pflicht.

 

Eintracht:

Barron 9 (22% Würfe, 9 Rebounds), Berger 8, Haertle 7, Sohn 6, Meinhart 4, Wane 3 (8 Rebounds), Brox 2, Hunter, Wolters, Therre.

Trainerin: Juliane Höhne

 

Spieltag und Tabelle auf Planet-Photo.DBBL.de

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

 

 

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