NEWS // Basketball

Zurück

Montag 15.06.2015

Eintracht und Wolfpack kooperieren auf Bundesliga-Ebene

Ziel: Nutzen von Synergien für Ausbildung und Perspektiven der Sportlerinnen

Der Mädchen- und Damenbasketball hat in der Region Braunschweig-Wolfenbüttel in den letzten Jahren einen großen Boom erlebt. Dabei sind die Verantwortlichen vom Wolfpack Wolfenbüttel und Eintracht Braunschweig bisher getrennte Wege gegangen, die auf unterschiedliche Art und Weise erfolgreich waren. Nun soll eine Kooperation auf Bundesligaebene etabliert werden, über die Energien gebündelt und Kompetenzen und Konzepte zusammengeführt werden, um die Region zur führenden Talentschmiede im deutschen Damen-Basketball zu entwickeln.

Beginnend zur Saison 2015/2016 schließen die beiden Damen Basketball-Bundesligisten BTSV Eintracht von 1895 e.V. und Wolfpack Wolfenbüttel eine Kooperation. Die Bundesliga-Kooperation umfasst neben den sportlichen Zielsetzungen und Inhalten auch außersportliche Themenfelder. Die Partnerschaft in der weiblichen Nachwuchsbundesliga (WNBL) durch den MTV Wolfenbüttel, USC Braunschweig und den Förderverein Girls Baskets Regio38 ist bereits wichtiger Bestandteil des Regionskonzeptes. Mit der Bundesliga-Kooperation wird das Konzept in Bezug auf die Leistungsspitze erweitert.

Seit Februar 2015 gab es intensive Gespräche darüber, wie man durch eine Bündelung der Kräfte den Damen-Basketball der Region deutschlandweit zum Aushängeschild machen kann. Erfolgsgeschichten gab es auf beiden Seiten viele. Niedersachsenmeisterschaften, Norddeutsche Meisterschaften, Playoff-Teilnahmen, Vizemeister 2.DBBL, Deutscher Vizemeister WNBL und mittlerweile sieben Jugend-Nationalspielerinnen kann die Region aufweisen. „Wir haben schon enorm viel erreicht. Und diese Kooperation wird der nächste Meilenstein zu dem Ziel, die Region 38 zur anerkannten Talentschmiede im deutschen Mädchen- und Damenbasketball zu entwickeln“, fasst Bernd Rosemeyer als Manager vom Wolfpack Wolfenbüttel und Gründungsmitglied des Fördervereins „Girls Baskets Regio38 e.V.“ zusammen.

Über die grundsätzlichen Dinge gab es sehr schnell Einigkeit. Die individuelle Förderung von regionalen Talenten steht im Vordergrund. Und in der Leistungsspitze werden auch den U18/U20 Nationalspielerinnen die erforderlichen Perspektiven der 1.Liga geboten, ohne den vielen jungen Nachwuchstalenten die zur Ausbildung erforderliche Spielpraxis in der 2. Liga zu nehmen.

Um diese Ziele zu erreichen, gibt es bereits gemeinsame Planungen und Abstimmungen. Die beiden Bundesliga-Mannschaften agieren aber ansonsten wie bisher als eigenständige Teams. Für die außersportliche Leitung der DBBL-Teams wird eine gemeinsame Managementebene installiert. Dieser Lenkungskreis mit ausgewählten Vertretern der Bundesligisten stimmt sich zu Fragen der strategischen Ausrichtung, Finanzen, Marketing, Kommunikation sowie Personalauswahl ab. „Kern der Kooperation ist das Nutzen von Synergien. Eintracht Braunschweig wird die erfolgreiche Jugendarbeit im Mädchenbasketball weiter fortsetzen und gleichzeitig den TOP-Talenten umfassende Ausbildungsmöglichkeiten und Perspektiven bieten“, beschreibt Vereinsmanagerin Mareike Flack-Schmerbeck von Eintracht Braunschweig die Vorteile der Kooperation.

Neben der strategischen und konzeptionellen Leitung über einen Bundesliga-Lenkungskreis gibt es eine sportliche Gesamtleitung. Diese Aufgabe wird Hanna Ballhaus als Sportdirektorin übernehmen. Über die sportliche Gesamtleitung wird auch die Integration des WNBL-Teams sowie der Regionalligisten und U15 Landesligateams aus der Region vorgenommen. „Durch dieses Konzept können wir den Spielerinnen eine individuelle Ausbildung ermöglichen, wie sie einzigartig in Deutschland ist“, so Hanna Ballhaus, die als Assistent Coach der U16 Nationalmannschaft in engem konzeptionellen Austausch mit dem Deutschen Basketballbund steht.

Auch wenn Eintracht und Wolfpack in der kommenden Saison als Konkurrenten in der zweiten Liga spielen werden, stehen die Zeichen mit Blick auf die Zukunft auf Partnerschaft, in der auch die Trainer gemeinsam ein sportliches Konzept verfolgen. Andreas Hundt, der das Team von Eintracht Braunschweig in den letzten Jahren erfolgreich geführt hat, möchte aus familiären Gründen etwas zurücktreten. Er unterstützt das neue Konzept mit seinen Erfahrungen als Mentor und Assistent Coach. Neuer Head Coach wird der 23-jährige angehende Jurist Pierre Hohn, der als Trainer der Niedersachsenauswahl mit dem Fokus auf Spielerausbildung bekannt ist und bereits als Co-Trainer der U15-Nationalmannschaft arbeitet. Beim Wolfpack werden weiterhin Hanna Ballhaus (Head Coach) und Rüdiger Jacob (Assistent Coach) das Trainergespann bilden.

 

 

nach oben