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Montag 09.03.2015

Eintracht verkauft sich teuer

Die Zweitliga-Basketballerinnen verlieren das Derby gegen Wolfenbüttel mit 62:65

Von Henning Brand

In der 2. Basketball-Bundesliga der Frauen haben sich Eintracht und Wolfenbüttel ein packendes Nachbarschaftsduell geliefert. Die Zuschauer-Hoheit besaßen dabei die Gäste. Es waren aber auch einige Fans in Eintracht-Trikots erschienen. Die Blau-Gelben unterlagen letztlich mit 62:65 (29:34) gegen ein Team, das nun in den Play-offs steht und auf die Bundesliga-Rückkehr hoffen darf.

"Wie wir agiert haben, das war auf hohem Niveau. Niemand hätte sich beschweren können, wenn wir das Derby gewonnen hätten", sagte Eintrachts Trainer Andreas Hundt. Er sei zufrieden. Sein Aufgebot verlor den ersten Abschnitt mit 13:18.

Fortan entwickelte sich eine ausgeglichene Partie. Die Wolfenbüttelerinnen bauten ihren Vorsprung mehrfach aus. Zum Beispiel zur höchsten Führung zum 50:37. Doch die Gastgeberinnen konterten jeweils mit Miniläufen. In diesem Fall durch US-Spielmacherin Sade Jackson und Jessica Weber zum 45:50.

Eintracht war im Rebound mit 39:48 unterlegen, doch der Kampf stimmte. "Wir haben gut verteidigt", lobte Hundt. Zu keinem Zeitpunkt steckte seine Formation auf. Es gelang sogar der Ausgleich zum 55:55. Wolfenbüttel zog wieder davon. Auch, weil laut Hundt in einer Schlüsselszene ein Foulpfiff an seiner Centerspielerin Suska Berger ausblieb.

Beim 62:65 lag dennoch zumindest eine Verlängerung in der Luft. Jackson vergab allerdings einen Dreier zum erneuten Ausgleich - Auszeit Wolfenbüttel.

Jackson eroberte den Ball bei noch sechs Sekunden Spielzeit und warf erneut einen Dreier - wieder daneben. In Sachen Spannung bot die Partie also einiges.

Einen starken Auftritt bot die erst 14-jährige Aufbauspielerin Maileen Baumgardt, die aus Eintrachts Jugend stammt. Sie stand bei den Gästen fast 30 Minuten auf dem Feld und verbuchte 11 Punkte. Eintrachts ebenfalls 14-jähriges Talent Melody Haertle wurde von Hundt erneut knapp zehn Minuten eingesetzt und ließ mit einem Dreier aufhorchen.

Eintracht kostete vor allem die schwache Freiwurfausbeute den Erfolg (12/21). Hundt sagte: "Die schwierigen Dinge haben wir richtig gut gemacht.

Ein paar leichte Dinge, wie Freiwürfe, haben wir leider schlecht gelöst."

 

Eintracht:


Jackson 21 (28% Würfe, 11 Rebounds, 4 Anspiele, 4 Ballgewinne), Weber 12 (3 Anspiele), Slazyk 10 (5 Rebounds), Obi-Tabot 4 (16%), Berger 4 (8 Rebounds), Hoffarth 4, Haertle 3, Brokmann 2, Therre 2

 

Spieltag und Tabelle

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

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