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Montag 07.04.2014

Eintracht verlor hauchdünn

Die Zweitliga-Basketballerinnen verpassten beim 61:62 Play-off-Coup in Hannover knapp

Von Ute Berndt

 

Nachdem sie beim Aufwärmen noch über die Führung ihrer Fußball-Kollegen gegen 96 gejubelt hatten, verpassten die Eintracht-Basketballerinnen gestern Abend den zweiten Derby-Coup hauchdünn. Sie unterlagen in ihrem ersten Zweitliga-Play-off-Spiel beim TK Hannover mit 61:62 (32:36).

Am meisten ärgerte sich wohl Katharina Wohlberg darüber. Die Centerin, die mit 17 Rebounds geglänzt hatte, vergab die Chance, mit zwei Freiwürfen die Verlängerung zu erzwingen, indem sie nur einen traf. „Das nimmt ihr aber keiner übel“, sagte Trainer Andreas Hundt und ärgerte sich mehr darüber, dass der Ball für die entscheidende Aktion nicht, wie in der Auszeit besprochen, bei Alysha Womack gelandet war.

Ansonsten war er aber sehr zufrieden damit, wie sein Team den taktischen Plan verfolgt hatte. „Wir haben noch nie ein so enges Spiel gegen Hannover geschafft“, erinnerte er an die Punktspielniederlagen gegen den mit vier Ausländerinnen antretenden Gegner. Deswegen werde die Zeit der Trauer auch nicht lange andauern in der Mannschaft. „Wir fahren hier nochmal her“, versprach Hundt einen Heimsieg in der zweiten Partie am Samstag (15 Uhr, Alte Waage), der ein drittes, entscheidendes Spiel nach sich ziehen würde.

Der gestrige Schlagabtausch war hoch spannend. Ab dem zweiten Viertel liefen die Braunschweigerinnen wegen ihrer extrem schwachen Trefferquote von nur 26 Prozent einem knappen Rückstand hinterher. „Aber unsere Würfe waren alle gut, da war nichts Gezwungenes dabei“, sagte Hundt. Mehrfach machte Eintracht einen Fünfpunkte-Rückstand wett. Und selbst nach dem etwas demoralisierenden TKH-Treffer zum 50:57 (36.) gelang Bankspielerin Insa Brokmann per Dreier wieder der Anschluss zum 58:59.

Der Überraschungseffekt, den Hundt versprochen hatte, bestand in einer Mischverteidigung, in der Eintrachts Womack Hannovers Topscorerin Rayven Johnson kontrollierte und Jessica Weber die Ex-Nationalspielerin Dorothea Richter. „Sie auf sieben Punkten zu halten, war eine tolle Leistung“, lobte der Trainer seine Flügelspielerin und gibt sich für die Heimpartie siegessicher: „Wir können das. Wir haben den Schlüssel gefunden.“

 

Eintracht:

Womack 20 (30%, 6 Rebounds), Hueske-Böcher 19 (25%, 3/18 Dreier, 4 Vorlagen), Weber 8 (50%), Wohlberg 7 (20%, 17 Rebounds), Brokmann 3, Berger 2 (10%, 9 Rebounds), Slazyk 2, Clifford.

 

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Braunschweiger Zeitung

 

Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart (Archiv)

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