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Montag 14.04.2014

Eintrachts Basketballerinnen erzwingen ein drittes Spiel

Die Zweitliga-Basketballerinnen glichen die Play-off-Serie gegen Hannover zum 1:1 aus.

Von Henning Brand

„Das war das beste erste Viertel, das ich je gesehen habe“, jubelte Eintracht-Coach Andreas Hundt. 38:5 lagen seine Zweitliga-Basketballerinnen zu diesem Zeitpunkt vorne und ließen damit keinen Zweifel aufkommen, dass es Spiel drei in der Play-off-Serie geben wird. Die Blau-Gelben gewannen in der Alten Waage mit 88:70 (53:27). Am Samstag fällt in Hannover nun die Entscheidung, wer ins Finale gegen Rotenburg einzieht.

Hannover war mit Personalsorgen angreist. Ex-Nationalspielerin Dorothea Richter hatte sich in Spiel eins das Kreuzband gerissen, die Amerikanerinnen Megan Kritscher sowie Topwerferin Rayven Johnson fielen verletzt beziehungsweise krank aus.

Doch das soll die Leistung der Blau-Gelben nicht schmälern – schließlich bot der TKH zwei weitere US-Spielerinnen auf. „Wir hatten uns auf alle möglichen Aufstellungen Hannovers gut vorbereitet und waren sofort unglaublich fokussiert“, sagte Hundt.

Ein Beispiel: Centerin Veronika Slazyk, die im Rebound überragte, blockte derart entschlossen gleich nach Anpfiff einen Hannoveraner Wurfversuch, als wolle sie sagen: Ihr macht hier heute nicht viele Punkte. Kurz darauf erzielte die Punkte-Maschine Britta Hueske-Böcher ihren ersten Treffer und läutete somit den Wahnsinns-Lauf über 14:3 und 31:5 zum 38:5 nach dem ersten Abschnitt ein.

„Dass wir es gleich so deutlich machen, habe ich nicht gedacht. Aber, dass wir gegen geschwächte Hannoveranerinnen nicht verlieren werden, da war ich mir sicher“, sagte Spielmacherin Hueske-Böcher und gab die Marschroute vor: „Nun wollen wir auch das Finale erreichen.“ Denn mit dem Erfolg ist gegen Hannover auch ein Bann gebrochen. Eintracht unterlag schließlich in beiden Liga-Spielen und zum Auftakt der Play-off-Halbfinalserie dem TKH dreimal in Folge.

Die Spielmacherin freute sich vor allem darüber, dass von der Bank viele Punkte kamen. Vor allem die junge Caroline Clifford zeigte eine tolle Leistung. Einen Ballverlust machte sie postwendend mit einem Dreier wett. Danach brillierte sie bei Schnellangriffen.

Andrea Burkhardt und Annika Petzold verwandelten jeweils einen von zwei Wurfversuchen nach sehenswertem Kombinationsspiel.

Da in den Play-offs die Höhe des Sieges egal ist, ließ Eintracht nach der Pause etwas nach – wohl auch, um Kraft zu sparen.

Eintracht: Womack 26 (41% Würfe, 4 Ballgewinne), Hueske-Böcher 20 (7 Anspiele), Clifford 13, Weber 9, Slazyk 8 (11 Rebounds), Berger 6, Wohlberg 2 (9 Rebounds), Burkhardt 2, Petzold 2, Brokmann.

Fotos: Birk Meinhart

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