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Donnerstag 17.05.2018

Erster Neuzugang im neuen Team

Peter Kortmann wird Trainer der Bundesliga-Mannschaft

Nach dem Zusammenschluss der beiden Damenbasketballbundesligisten Eintracht Braunschweig und Wolfpack Wolfenbüttel beginnt die Vorbereitung auf die kommende Saison. Unabhängig, ob in der ersten oder zweiten Liga gespielt wird, ist die Trainerfrage geklärt.

Peter Kortmann wird ab dem Sommer die Hauptrolle am Spielfeldrand übernehmen. Der 56-jährige, der zuletzt in Langen an der Seite stand, erhält einen Zweijahresvertrag und wird sich in enger Abstimmung mit Christian Steinwerth um die erste Mannschaft kümmern. Steinwerth und Kortmann kennen sich bereits aus Halle und schätzen sich gegenseitig. „Ich freue mich sehr darüber, dass die Verantwortlichen Peter Kortmann für das Projekt gewinnen konnten. Er hat jede Menge Erfahrung in der Führung eines Bundesligastandortes und setzt dabei am Liebsten auf den eigenen Nachwuchs“, so Christian Steinwerth, sportlicher Leiter der Girls Baskets Regio 38 Akademie.

Über die erste Mannschaft hinaus, wird es die Aufgabe des neuen Trainers sein, die Arbeit in der Akademie und damit in der Region 38 zu unterstützen. „Mit Peter Kortmann haben wir einen sehr erfahrenen Mann nach Braunschweig holen können. Er hat sich in seiner gesamten Trainerlaufbahn nicht nur in Deutschland in der ersten und zweiten Damenbasketballbundesliga behaupten können, sondern auch Stationen im Ausland gehabt. Seine Konzeptionen und Ideen zum deutschen Nachwuchsbasketball stimmen mit unseren überein. Wir haben das gleiche Ziel vor Augen und wollen uns als weiblicher Top-Standort im deutschen Basketball etablieren“, so Sven Rosenbaum, Vereinsmanager Eintracht Braunschweig.

Schon mit Beginn des neuen Projektes stand Kortmann auf der Wunschliste der Verantwortlichen. „Wir sind überzeugt, dass Peter Kortmann der richtige Mann für unser neues Projekt ist. Er hat uns dabei nicht nur mit seiner bisherigen sportlichen Laufbahn überzeugt, sondern in persönlichen Gesprächen hat es auch sofort menschlich sehr gut gepasst“, erzählt Bernd Rosemeyer, Management Sport der Bundesliga-Mannschaft.

Kortmann kann man fast als einen alten Hasen im deutschen Basketball bezeichnen. Schon 1995 startete er seine Karriere beim BC 70 Soest in der Männer Oberliga. Danach folgten weitere Stationen im Männerbereich. Unteranderem war er Nationaltrainer der U18 im Iran und hat in der ersten luxemburgischen Liga ein Männerteam betreut. Seine erste Station im deutschen Damenbasketball war dann von 2008 bis 2011 in Halle bei den LIONS. Hier war er neben der Tätigkeit als Headcoach der ersten Mannschaft für Kaderathletinnen und deren Individualtraining an der Sportschule verantwortlich. Zudem erreichte er mit den Halle Lions völlig unerwartet das Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft. Seine nächsten Stationen waren Osnabrück, Chemnitz und Keltern. Jeweils immer mit Erfolgen verknüpft, unteranderem das Erreichen des Final Four im Pokal mit Osnabrück oder der Aufstieg aus der zweiten in die erste Liga mit Chemnitz.

Seit 2015 war Kortmann dann bei den Rhein-Main-Baskets unter Vertrag und hat sich als Headcoach in der zweiten Liga auch als Leiter des Basketball Teilzeitinternates um die Förderung und Entwicklung der Jugend im Verein gekümmert. Nach dem Aus in Langen war Kortmann auf der Suche nach einer neuen Herausforderung mit Perspektive im deutschen Damenbasketball. Der entscheidende Faktor für ihn war dabei nicht der Standort seines neuen Teams, sondern die Möglichkeit mit einem gesunden Mix aus deutschen Talenten und Profis ein konkurrenzfähiges Team auf die Beine zu stellen. „Der deutsche Basketball braucht solche Standorte wie Braunschweig/Wolfenbüttel, um den deutschen Spielerinnen die Gelegenheit zu geben in ihrer Heimat auf höchstem Niveau zu spielen und sich weiterzuentwickeln. Das Projekt und der Unterbau der Baskets Regio 38 Akademie ist jetzt an einem Punkt angekommen, um den nächsten Schritt zu gehen und damit die gute Jugendarbeit auf ein nächstes Level zu bringen. Ich freue mich sehr, das neben der sportlichen auch die menschliche Komponente stimmt und wir gemeinsam die Chance haben im deutschen Damenbasketball etwas zu bewegen“, so Peter Kortmann bei Vertragsunterzeichnung.

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