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Samstag 03.10.2020

Fanabteilung reagiert auf den Kommentar des Chefredakteurs der "BZ"

Der Vorstand bezieht Stellung gegenüber Armin Maus

Liebe Mitglieder,

zum Kommentar von Armin Maus, der Chefredakteur der Braunschweiger Zeitung ist, sahen wir uns auf Grund seiner teils herablassenden Art veranlasst, Stellung zu beziehen. Unser Antwortschreiben samt Einladung zum Dialog findet ihr nachfolgend:

 

Sehr geehrter Herr Maus,

vielen Dank für Ihren emotionalen Kommentar auf der Debattenseite der Braunschweiger Zeitung vom 02. Oktober 2020.

Vorweg erstmal etwas Grundsätzliches und da wiederholen wir uns gerne: Wir möchten ausdrücklich betonen, dass für uns die Sponsoren und Partner sowohl als Fans, als auch als finanzielle Unterstützer, unverzichtbar sind. 

Recherche ist die Kür des Journalismus: Nur so erfahren die Menschen die Ereignisse, die ohne die Mühe des Journalisten niemals ans Licht gekommen wären. Entgegen Ihrer Einleitung zu zwei Mal drei macht vier (Pippi Langstrumpf), fehlt Ihrem Text die Grundlage: Das journalistische ein mal eins!

Erschüttert nehmen wir zur Kenntnis, dass Sie vor Ihrem von Vorurteilen und Plattitüden nur so triefenden Text zur Causa ‚Helmut Streiff` nicht recherchiert haben. Möglicherweise haben Sie Helmut Streiff nicht einmal gefragt, wie das Gespräch im Fanhaus so gelaufen ist. Uns, die Fanabteilung der Braunschweiger Eintracht, haben Sie jedenfalls nicht angesprochen, um sich ein umfassendes Bild des Gespräches zu machen. Gerne hätten wir Ihnen im Vorfeld erklärt, welche vielfältigen Gründe uns bewogen haben, Helmut Streiff eine Absage zu erteilen, aber das scheint Sie überhaupt nicht zu interessieren.

Dass Helmut Streiff unbefangen über Synergien mit Wolfsburg und Hannover parliert, zeigt, dass er sich mit der Geschichte und der Tradition des BTSV Eintracht von 1895 e.V. und den Empfindungen vieler Mitglieder überhaupt nicht auseinandergesetzt hat. Sie zementieren mit Ihrer Aussage ja zweifelsfrei, dass die Denkweise Streiffs bei Ihnen auf Zustimmung stößt. Viel schlimmer aber wiegt, dass er sich überhaupt nicht auf das Gespräch und die Aufgabe Präsident zu sein, vorbereitet hat.

-       Er kannte weder die genaue Anzahl der Abteilungen des BTSV, noch ihre Probleme und Herausforderungen, obwohl ihm vor dem Gespräch telefonisch empfohlen wurde, sich hierzu Gedanken zu machen und er zudem Teil der Präsidentenfindungskommission 2019 war und die Themen daher kennen sollte. 

-       Die Schwerpunktthemen der Fanabteilung waren ihm gänzlich unbekannt, obwohl wir ihn vorab gebeten hatten, sich auch hierzu vorzubereiten und sich zumindest mal die Homepage anzuschauen. 

-       Identifikation und Mitgliederakquise möchte er durch das Kopieren von Konzepten anderer Vereine erreichen. „Lieber gut kopiert, als schlecht erfunden“ waren hierzu seine Worte, die nicht ansatzweise unserer Denkweise und unserem Anspruch entsprechen.

-       Er hatte keine Idee oder Ansatz, den Gesamtverein voranzubringen - vielmehr gestand er, dass er lediglich zwei drei Abteilungen kenne.

Dass er Kontakte in die Wirtschaft besitzt, ist sicherlich hilfreich und wichtig. Das Profil eines Präsidenten ist unseres Erachtens damit aber noch lange nicht erfüllt. In der momentanen Gesamtsituation benötigen wir einen Präsidenten, der eben auch die Interessen der Fans und die der Abteilungen wahr und ernst nimmt.

Es ist sicherlich nicht einfach, den Spagat zwischen den wirtschaftlichen Erfordernissen der Profiabteilung, dem Interesse der Fans (die Seele des Vereins nicht verkaufen, die Identifikation stärken und die Kommunikation innerhalb des Vereins verbessern) und gleichzeitig dem Gesamtverein mit den unterschiedlichen Abteilungen voran zu bringen, zu schaffen.

Helmut Streiff hat uns in diesem Gespräch jedoch zweifelsfrei verdeutlicht, dass er diese Fähigkeiten nicht mitbringt. In einem umfassenden Feedbackgespräch haben wir ihm unsere Sichtweise vollumfänglich erläutert.

In seiner Erklärung bat Helmut Streiff darum, dass nun alle Seiten wieder aufeinander zugehen mögen. Sie aber, lieber Herr Maus, treten stattdessen nochmal kräftig nach und veranlassen uns dazu, dieses Thema nochmals öffentlich und umfangreicher aufzugreifen.

Auf dem Fußballplatz wird das Nachtreten vom Schiedsrichter umgehend mit der roten Karte (Feldverweis auf Dauer) bestraft. Bei einem solchen Verlust der Impulskontrolle hat der Spieler auf dem Feld nichts mehr suchen. Dass Sie sich und Ihresgleichen als etwas „Besseres“ begreifen, trieft ebenfalls aus vielen Zeilen ihres „Foulspiels“. Die Fans und Zuschauer als „die einfachen Leute“ zu verunglimpfen, lässt ein Weltbild erahnen, das eines Chefredakteures unwürdig ist.

Wir können gut verstehen, dass Sie in Sorge um die Zukunft unserer Eintracht sind - es ergeht uns ganz ähnlich. Was unser Verein derzeit dringlich braucht, ist Ruhe und Kontinuität – und vor allem keine Einmischung von außen. Die Präsidentenfindung ist Thema des Präsidiums und des Wahlausschusses und nicht der Sponsoren oder der Medienlandschaft.

Auf Ihre diffusen Behauptungen und Wahrnehmungen hinsichtlich Fans, möchten wir gern in einem persönlichen Gespräch eingehen und Sie herzlich ins Fanhaus einladen.

Lieber Herr Maus, unsere Einladung und unsere ausgestreckte Hand des Dialoges steht: Kommen Sie gern auf uns zu, um uns und die Fanabteilung kennenzulernen.

Bleiben Sie gesund!

Blau-gelbe Grüße

Der Vorstand der Fanabteilung

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