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Montag 06.01.2014

Pokalaus vor Rekordkulisse

Braunschweig Eintrachts Zweitliga-Basketballerinnen unterlagen Erstligist BC Marburg mit 81:90

Von Henning Brand

Die Sensation lag in der Luft. 77:78 lagen Eintrachts Zweitliga-Basketballerinnen im Pokal-Viertelfinale drei Minuten vor dem Ende gegen den Erstligisten BC Marburg hinten und besaßen zwei Chancen, nach 19 Punkten Rückstand, in Führung zu gehen.

Bei ihrem Debüt in der Alten Waage mussten sich die Blau-Gelben vor 350 Zuschauern schließlich mit 81:90 (46:59) beugen.

„Schade“, sagte Coach Andreas Hundt, als seine Spielerinnen noch auf dem Feld standen und sich für ihren starken Auftritt feiern ließen. Als er sich ein bisschen gesammelt hatte, ergänzte er: „Ohne überheblich sein zu wollen, wir waren Marburg ebenbürtig.“

Dass es für einen Sieg und die damit verbundene Teilnahme am Pokal-Finalturnier nicht reichte, lag an einigen vertändelten Angriffen im Schlussabschnitt, als Marburg völlig von der Rolle schien. Dennoch kam Eintracht auf 77:78 heran und hatte durch Alysha Womack und kurz darauf durch Suska Berger gute Optionen, die Führung zu erzielen. Doch beide verfehlten ihren Wurf. Marburg machte das 80:77 und sicherte sich durch Treffer der starken Finja Schaake zum 88:79 das Weiterkommen.

Anfangs sah es gar nicht gut aus für die Blau-Gelben. Sie ließen sich auf das höhere Tempospiel des Bundesliga-Sechsten ein, und das ging nach hinten los. Marburg punktete von außen wie auch am Brett und führte bereits 37:18. Doch angeführt von Kämpfernatur Britta Hueske-Böcher, die bis zur Halbzeit vier ihrer fünf Dreierversuche verwandelte, kamen die Gastgeberinnen wieder ran. Ab dem 40:48 nach einem Dreier der Amerikanerin Alysha Womack war die Partie völlig offen.

Hueske-Böcher wurde beste Werferin der Begegnung und bewies, dass sie immer noch hohes Erstliganiveau besitzt.

„Es hat super viel Spaß gemacht vor dieser tollen Kulisse. Wir hoffen, dass nun auch zu den Liga-Spielen so viele Zuschauer kommen“, sagte sie.

Coach Hundt sagte diesbezüglich: „Die Kulisse hat uns nach vorne getrieben. Danke an alle Zuschauer.“ 329 zahlende waren es laut Manager Thomas Stille und damit mehr als doppelt so viele wie bislang in der kleinen Isoldehalle – also Rekordkulisse.

Ein Kuriosum gab es noch: Ein Dreier von Hueske-Böcher zappelte schon im Netz und schoss durch einen Rückschlag des Netzes wieder nach oben aus dem Korb. Daher zählten die Punkte beim 68:76 nicht – das Leder muss durchfallen.

Eintracht:

Hueske-Böcher 29 (5/10 Dreier), Womack 23 (42% Würfe), Berger 14, Weber 9 (8 Rebounds), Wohlberg 6 (6 Rebounds), Clifford, Burkhardt, Petzold, Slazyk, Kock, Brokmann, Ashour.

Weitere Viertelfinals:

Wasserburg - Herne 84:65, Rotenburg - Donau-Ries 82:86, Freiburg - Saarlouis 56:71

Braunschweiger Zeitung:

http://www.braunschweiger-zeitung.de/sport/regionalsport/braunschweig/pokalaus-vor-rekordkulisse-id1288353.html

Text: Henning Brand (Braunschweiger Zeitung)

Fotos: Birk Meinhart

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