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Sonntag 09.03.2014

Suska Berger entschied Derby

Eintrachts Zweitliga-Basketballerinnen besiegten Wolfenbüttel mit 77:69

Von Henning Brand

Erneut triumphierten Eintrachts Zweitliga-Basketballerinnen im Nachbarschaftsduell gegen Wolfenbüttel und haben das Erreichen der Play-offs wieder in eigener Hand. Beim 77:69 (40:33) stand diesmal jedoch eine andere als Britta Hueske-Böcher im Mittelpunkt: Centerspielerin Suska Berger.

Die Längste der Blau-Gelben erzielte neun ihrer 15 Punkte im Schlussviertel – davon sieben in Folge zum 69:59. „Britta war angeschlagen. Jemand musste das Punkten für sie übernehmen. Es hat sich so ergeben, dass ich die Würfe nehmen musste. Entscheidend für den Sieg war vielmehr, dass wir als Team stark gespielt haben“, sagte die 28-Jährige, die sich beim 69:59 aber noch nicht siegessicher war.

Denn in Wolfenbüttel gewann Eintracht nach deutlicher Führung erst nach einem Verlängerungskrimi. Ihr Coach Andreas Hundt sah das anders: „Dass uns Wolfenbüttel noch einige wilde Dreier reinhaut wie im Hinspiel, habe ich nicht mehr geglaubt. Und wir wären darauf auch vorbereitet gewesen, das zu bekämpfen“, sagte Hundt.

Er ging wie so oft durch ein Wellental der Gefühle. Mal knallte er wütend sein Taktikbord auf den Boden, mal trieb er jubelnd seine Mannschaft an. Das Derby sei halt etwas Besonderes. „Da geht es emotional zu. Und es hat bei uns noch einmal Kraft freigesetzt, die wir gegen eine andere Mannschaft wohl nicht hätten abrufen können“, erklärte der Coach.

Ein Beispiel: Seine Spielmacherin Britta Hueske-Böcher, die im vierten Viertel von Krämpfen gezehrt am Boden lag, biss auf die Zähne und spielte weiter. Der Wurfmaschine gelang in Hälfte zwei aber kein Zähler mehr. Sie führte stattdessen gekonnt die Regie.

Berger, vorige Saison noch für den Erstliga-Absteiger Wolfenbüttel aktiv, hatte übrigens nicht wie gewohnt angefangen. Sondern die junge Veronika Slazyk.

Sie überzeugte mit sechs Punkten in Hälfte eins und hatte maßgeblichen Anteil daran, dass Eintracht bereits 40:27 führte.

Extra-Klasse spielte erneut US-Girl Alysha Womack, die athletisch alle überragte.

 

Nach dem Schlusspfiff ließen sich die Blau-Gelben minutenlang von 450 Zuschauern, gleichbedeutend mit einem neuen Rekord, in der Alten Waage feiern.

 

Eintracht:

Womack 26 (47% Würfe, 5 Anspiele), Berger 15 (10 Rebounds), Hueske-Böcher 10, Wohlberg 10, Weber 7, Slazyk 6, Brokmann 3, Clifford, Burkhardt, Petzold

 

Braunschweiger Zeitung

 

Spieltag und Tabelle zeigt 3.Platz

 

Quelle: Braunschweiger Zeitung / Fotos: Birk Meinhart

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