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Mittwoch 07.03.2018

Tolle Platzierungen beim Wasalauf

3 Einträchtler unter den ersten 10 Deutschen Teilnehmern

(pl) Wahnsinn Wasalauf! Der längste und renommierteste Skilanglauf der Welt fand am vergangenen Sonntag in Schweden statt. Rund 15.000 Läufer nehmen in jedem Jahr die 90 km von Sälen nach Mora in Angriff, in diesem Jahr waren unter ihnen auch sieben Starter für Eintracht Braunschweig, die das Wagnis auf sich genommen haben. Mit Dirk und Daniel Debertin, sowie Tobias Hartig aus unserem Eleven-Skimarathonteam waren drei Läufer mit hohen Ambitionen am Start, ein Platz unter den 500 Besten war das erklärte Ziel. Neben unseren Marathonspezialisten haben außerdem Prisca Alt, Maren Debertin, Mia Jördening und Andreas Rieckmann diesen Ultramarathon absolviert, dabei galt es im Ringen mit Körper und Geist stets die Oberhand zu behalten, denn 90 km können SEHR lang werden.

Die Vorbereitungen aller auf diesen Lauf waren lang, nicht nur viele Trainingskilometer auf Ski und Skirollern wurden absolviert, auch die Startgruppe bei diesem Event musste sich durch gute Ergebnisse bei anderen Skimarathons erarbeitet werden. Dies gelang allen Läufern beim König-Ludwig-Lauf. Dirk und Tobias konnten Startgruppe 1, direkt hinter dem Profi-Startfeld, verbuchen, Daniel war sogar Teil desselben. Unsere übrigen Wettkämpfer konnten das Rennen aus dem Hauptfeld heraus etwas ruhiger angehen.

Durch Schneefälle in der Nacht und am Morgen waren die Bedingungen langsam und sehr anstrengend zu laufen. Während überwiegend auf Wachs oder Fell in der Steigzone gesetzt wurde, entschieden sich Tobias und Dirk dazu, die kompletten 90 km im Doppelstockschieben zu bezwingen. Daniel, der das Rennen von vorne angehen konnte, hielt sich vom Start weg in der etwa 200-köpfigen Spitzengruppe auf und konnte das Tempo über lange Zeit mitgehen, sodass nach 70 km noch Platz 160 zu Buche stand. Erst auf den letzten Kilometern musste Daniel sein Tempo etwas drosseln, der Körper gab einfach nicht mehr her. Dennoch fuhr er am Ende mit Platz 203 das stärkste Ergebnis eines Einträchtlers jemals beim Vasaloppet ein und wurde sogar viertbester Deutscher des gesamten Starterfeldes! 4 Stunden und 56 Minuten war das Rennen zu diesem Zeitpunkt bereits alt.

Unsere beiden Doppelstockschieber, Tobias und Dirk, liefen ihr Rennen lange Zeit in Sichtweite zu einander und konnten auf den ersten 10 km die Spitzengruppe noch fast halten. Zur Mitte des Rennens erwischte Tobias dann eine etwas schnellere Ausreißergruppe, deren Tempo zu der Zeit etwas zu hoch für Dirk war. Tobias hielt bis km 75 das Tempo der Gruppe, bevor er der Anstrengung Tribut zollen musste. Seine tolle Platzierung konnte er dennoch ins Ziel retten, Platz 279 nach 5:03 Stunden und 6. bester Deutscher. Dirk bekam nach kurzer Schwächephase im Mittelteil des Rennens noch einmal die „zweite Luft“ und überquerte nur 6 Minuten nach Tobias die Ziellinie auf Platz 340 liegend. Ein sehr starkes Ergebnis unserer Marathonspezialisten und deutlich besser als die erklärte Vorgabe!

Durch den traditionellen Stau am Startberg, der der Verengung der Loipe geschuldet ist, war der Auftakt unserer vier weiteren Läufer etwas entspannter. Nicht alle waren böse darüber, schließlich verschießt man so nicht schon am Start zu viel Pulver. Und auf der Länge der Strecke wurde das definitiv noch gebraucht! In zwei Zweiergruppen wurde zusammen gelaufen. Andreas und Prisca liefen das Rennen bis zum 70. km in Sichtweite, dann gab ein Kaffee Andi den nötigen Schub um sich ein paar Minuten abzusetzen. Die drei Minuten Vorsprung hatte er auch im Ziel noch, Andi wurde nach 6:57 Stunden 3921., Prisca wurde nach glatt 7:00 Stunden 174. Frau, davon 5. beste Deutsche! Maren und Mia durchliefen nach 8:46 Stunden gemeinsam das Ziel und teilen sich Platz 665.

Insgesamt wurde das Erlebnis Vasaloppet sehr positiv aufgenommen. Die Menschen waren freundlich und zuvorkommend, das Starterfeld beeindruckend groß, der Tag allerdings erschreckend lang. Da die Unterkunft im Ziel in Mora lag, klingelte der Wecker bereits um 3:00 Uhr. Nach fast neunstündigem Rennen ist man im Ziel verständlicherweise stehend K.O. Darum steht auch erst nach langer Phase der Regeneration die Entscheidung an, ob man im nächsten Jahr erneut eine Delegation nach Schweden schickt.

Am Sonntag, 11.3. um 23:35 berichtet der NDR über unsere wackeren Läufer, die nicht nur während des Wasalaufs selbst, sondern auch in der Vorbereitung mit der Kamera begleitet wurden. Einschalten nicht vergessen! ????

Fotos: Studio 27 fotodesign burger

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