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Freitag 15.04.2022

Vorbereitung auf die Bahn-Saison

Trainingslager der LeichtathletInnen in Venedig

Die LeichtathletInnen der LG Braunschweig demonstrierten ihren kontinuierlich gewachsenen Zusammenhalt sehr nachdrücklich, indem sich die beteiligten Vereine Anfang April gemeinsam mit den Trainern zu einem Trainingslager in wärmeren Gefilden verabredeten. Laura Zalewsi (LG, MTV) stellte dankenswerterweise den folgenden Bericht zur Verfügung:

Trainingslager Caorle 2022

Aufgeregt standen die Athletinnen und Athleten aus Braunschweig am Freitag dem 1.April um 20.30Uhr hinter dem Eintracht-Stadion und konnten es kaum erwarten, dass die Reise losgeht. Ziel war ein Ort am Strand in Venezien, wo die Leichtathleten gemeinsam an ihren Zielen für die kommende Saison arbeiten wollten. Bei einer Gesamtzahl von 25 Personen gab es entsprechend drei VW-Busse, die von der Eintracht und dem VFL Wolfsburg gestellt wurden. Die Busse selbst waren mit Gepäck und Sportlern bis zum Rand gefüllt, sodass nicht viel Platz zum Schlafen blieb. Die Fahrt dauerte elf Stunden und ging über Berg und Tal, bei Nacht keine leichte Aufgabe für die Fahrer, da neben der Dunkelheit starker Schneefall in Österreich die Bedingungen verschlechterte. Nichts desto trotz manövrierten die Trainer und Betreuer die Busse gekonnt ans Ziel. Kaum in Italien angekommen, konnten sich die Businsassen auf eine erste Trainingseinheit auf der blauen Tartanbahn in Caorle freuen. Nach einer wenig erholsamen Nacht war der erste Tag jedoch für alle eine Herausforderung. Das Meer, der Blick von dem Sportplatz auf die Alpen, sowie das wärmere Klima, brachten trotzdem alle in Urlaubsstimmung. Carolin Krug, Lars Gottwaldt, Lars Tolle und Simon Bahnmüller blühten in ihrer Trainertätigkeit während dieser Woche vollständig auf. Während sich Lars Gottwaldt, mit der Unterstützung von Carolin, hauptsächlich um die Mehrkämpfer und Springer kümmerte, setzte sich Simon den Hut für die Sprinterinnen und Sprinter auf, und Lars Tolle übernahm die Betreuung der Wurfdisziplinen. Abends durfte dann jeder, der wollte, an einer Theorieeinheit, von Simon vorgetragen, teilnehmen und etwas über die technischen und mentalen Aspekte eines jeden Sportlers lernen. Auch Lars nahm sich abseits der Trainingseinheiten Zeit für jede Person und analysierte anhand von Videomaterial die Technik der Athletinnen und Athleten. Neben den Trainern kam zusätzlich Astrid Gottwaldt als Betreuerin und Fahrerin mit und ermöglichte somit final erst das Trainingslager.

Jeder Tag im Trainingslager hatte eine ähnliche Struktur, unterschied sich jedoch vollends von dem vorherigen Tag. Morgens gab es um 7.30Uhr einen freiwilligen Morgenlauf. Entlang der Strandpromenade lief Simon jeden Morgen mit ein paar motivierten Athleten und startete so vor dem Frühstück schon sportlich in den Tag. Nach einem Frühstückbuffet, bei dem es an nichts mangelte, machten sich alle Athletinnen und Athleten um 9.15Uhr auf ins Stadion, um dort ihre erste festgeschriebene Trainingseinheit des Tages zu absolvieren. Nach vielen Sprints, Stößen und Sprüngen, gab es um 12.30Uhr Mittagsessen im Hotel. Das Mittag- und Abendessen bestand täglich aus Vor- und Hauptspeise mit einem Dessert, wobei sich jeder Athlet eins von drei Gerichten aussuchen durfte. Ob am Strand oder einfach nur im Bett auf dem eigenen Zimmer, die Mittagspause wurde vorwiegend zur Erholung genutzt, denn die Nachmittagseinheit ließ nicht lange auf sich warten. Um 15Uhr machten sich alle wieder auf den Weg und trainierten entweder am Strand oder erneut im Stadion. Nach dem Abendessen und der Theorieeinheit, stand der Abend den Athletinnen und Athleten zur freien Verfügung. Einige nutzten dies, um früh schlafen zu gehen, andere vergnügten sich beim gemeinsamen Kartenspielen in der Lobby.

Der Montag war frei und ein Großteil der Gruppe machte einen Tagesausflug nach Venedig. Nur fünf Athletinnen und Athleten blieben in Caorle, um sich einen erholsamen Tag am Strand zu genehmigen. Die Venedig- Reisegruppe erlebte einen lustigen Ausflug, bei dem jeder viele schöne Eindrücke sammeln konnte. Auch etwas Chaos, wer nun im richtigen Boot sitzt, blieb keinem erspart. Mit viel Gelächter und Freude wurde gemeinsam Pizza gegessen und der Ausflug genossen. Dabei konnte sich jeder selbst aussuchen, ob er die Zeit in Venedig zum Sammeln von Eindrücken und Stadtbummeln oder zum Shoppen nutzen wollte. Final konnte jede Person zufrieden feststellen, dass sich die Art, wie der freie Tag genutzt wurde, ein erholsamer Gewinn war.

Auch Mittwoch war ein besonderer Tag. Vormittags gab es wie gewohnt eine Trainingseinheit im Stadion von Caorle. Nachmittags organisierte Lars Tolle ein Volleyballturnier mit sechs Mannschaften. Der Hotelier besorgte voller Freude drei Pokale für die Gewinnerteams und amüsierte sich mit seinem italienischen Charme über die Idee eines Turniers. Grundsätzlich stand neben den Trainingseinheiten das Teambuilding an vorderster Stelle. Nicht nur bei dem Volleyballturnier, auch bei Aufwärmspielen oder gemeinsam am Strand nach den Trainingseinheiten hatten alle viel Spaß und entdeckten ihre versteckten Talente.

Traditionell bestand die letzte Trainingseinheit aus einem „Powerlauf“. Freitag morgens entfiel der Morgenlauf und die Athletinnen und Athleten konnten sich mental auf einen Lauf am Strand vorbereiten, der für die U18 30min, für die U20 40min und für alle älteren 50min dauern sollte. Bei einer Strecke, die zu zwei Dritteln auf Sand gelaufen wurde, brachte jeder starke Leistungen. Die Athletinnen und Athleten gaben alles und waren anschließend erschöpft und ausgepowert.

Auch die Rückfahrt gestaltete sich ähnlich spektakulär wie die Hinfahrt. Um 11 Uhr machten sich die drei VW Busse auf den Rückweg und fuhren in Österreich durch Serpentinen, sahen die Alpen von Nahem und bewunderten den übrig gebliebenen Schnee. Nach einer langen Fahrt, einem Stopp bei MC Donalds und einer Ankunftszeit um etwa 1 Uhr morgens, waren alle müde und freuten sich auf ihr Bett.

Ein gelungenes Trainingslager ging zu Ende und alle blicken nun gespannt auf die anstehende Saison. Die Trainingsgruppe ist im Verlauf der Woche auf eine besondere Art und Weise zusammengewachsen. So schnell wird niemand diese besondere Woche vergessen.

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