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Donnerstag 10.01.2019

Wintersport um Neujahr

Kein Skisport im Harz um den Jahreswechsel möglich

(pl) Schon an Silvester zeichnete sich das Unvermeidliche ab: Die Schneelage im Harz wird zum Skilaufen während des Winterlehrgangs nicht ausreichen. Eine sechsköpfige Delegation unserer Wintersportler trat in Bad Harzburg beim Silvesterlauf an. Frühlingshafte Temperaturen von knapp 10°C und nur noch vereinzelte Schneereste empfingen unsere Läufer. Dass wir keine Minusgrade benötigen, um Spitzenresultate zu erzielen, zeigten alle unsere Starter: Über 3000 m siegte Emily Hauth, über 5000 m gab es einen Doppelerfolg von Jan Voigt vor Anton Schaper, über 10000 m konnte Fabian Hartig mit neuem Streckenrekord gewinnen. Komplettiert wurde das Starterfeld von Jannik Elfers, der im Gesamtklassement Platz 11 belegte, mit seinen 14 Jahren aber zweiter der U23 wurde.

Im neuen Jahr wurde das Wetter leider nicht winterlicher, schon bei der Anreise zeigte sich der Harz von der kargen Seite. Nur noch vereinzelte Schneereste waren am Torfhaus und um Oderbrück zu finden. Der für Neujahr angesagte Niederschlag kam leider nur als Regen vom Himmel. An Langlauf war nicht zu denken, nur in Richtung Brocken war noch eine zusammenhängende Schneedecke von schlechter Qualität zu finden.

Also stand der Lehrgang ganz im Zeichen von alternativem Training. An Neujahr holte man sich noch bei Crossläufen nasse Füße im vielen Tauwasser, das aber an den Folgetagen gefror und die Harzer Wege zu Rutschbahnen werden ließ. Neben einigen Stocklauf-Einheiten, die zumindest dem Skilaufen ähnlich und zuträglich sind, ging es auch in die Eishalle zum Schlittschuhlaufen oder zum Schwimmen ins Hallenbad. Nur eine kleine Gruppe wagte tatsächlich ein paar Gehversuche auf Klassikski, die vereisten Schneereste waren aber sehr holprig, sodass das Skilaufen kein Genuss war. Auch Rollern war schwer, da zum Einen das Material knapp war, zum Anderen auch in tieferen Lagen eine dünne Neuschneeauflage das Rollern zur Rutschpartie werden ließ. Die Sporteinheiten waren also verhältnismäßig spärlich gesät, sodass andere Aktivitäten wie Pflege der Wettkampfstrecke auf die Agenda genommen wurden. Da die Wetterprognose für das Wochenende auch noch Regen vorhersagte, der auf dem kalten Boden zu überfrieren drohte, beendete man den Lehrgang bereits einen Tag eher als vorgesehen, die für das Wochenende geplanten Skiwettkämpfen waren zu diesem Zeitpunkt bereits abgesagt. Aus den vorherrschenden Bedingungen versuchten alle, Betreuer und Teilnehmer, noch das Beste zu machen, der Schnee fehlte dennoch.

Wer doch noch auf Ski trainieren wollte, der musste weite Wege in Kauf nehmen. So verbrachten Teile unseres Nachwuchskaders sowie unseres Eleven-Skimarathon-Teams ein langes Wochenende im tief verschneiten Oberwiesenthal. Dort herrschen weiterhin hervorragende Trainingsbedingungen.

Familie Rejzek fuhr noch ein bisschen weiter und suchte den Winter in Tschechien. Dass dort Skilaufen super möglich ist, zeigte nicht zuletzt Helena Rejzkova, die beim Jablonecky Night Light Marathon über 17 km freie Technik den dritten Platz erringen konnte und am Tag darauf bei den Prager Meisterschaften über 5 km einen zweiten Platz folgen ließ. Über die 30 km ft belegte Martin Rejzek Platz 18 beim Marathon, einen Tag später wurde er achter über 10 km ft. Auch die Kinder zeigten ihr Potential, Matej gewann die drei Kilometer in freier Technik und Adelka siegte über 500 m klassische Technik.

Von so viel Schnee konnten wir im Harz nur träumen, aber nach ergiebige Schneefälle kommen wir nun endlich auch in den Genuss des Skilaufens in heimischen Terrain.

Foto: © M.Rejzek

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